Partner suche mit Megabakterien

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Amber
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Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Amber » Do 23. Okt 2014, 10:54

Hallo,

bis vor kurzem noch hatte ich 2 Wellensittiche. Ihr wisst ja, wie krank der Hahn war, am Samstag war es dann auch leider so weit, dass es ihm total schlecht ging und auch ein paar mal krampfte, so dass ich ihn gehen lies.

Nun hatte er Megabakterien, die so stark waren, dass er von dem Ampho Moronal gar nicht weg kam, ohne, dass er gleich wieder abbaute....
Seine Henne ist nun allein und ich habe sorge, einen gesunden Wellensittich zu ihr zu setzen, weil ich diesen wirklich nicht anstecken möchte, mit dieser schrecklichen Krankheit.

Ich habe schon die Tierheime in Duisburg, Düsseldorf, Essen und Bochum angerufen und die in Bochum haben zwar 2 Pärchen, doch als ich von der Erkrankung meines Hahnes erzählte, meinte der Herr ich sollte die Henne untersuchen und die Erkrankung ausschließen lassen, wenn ich Interesse hätte. Man merkte aber auch sehr deutlich, dass er die Krankheit noch nicht mal kannte und ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das noch was wird, denn man merkte das richtig beim Telefonat...

Die Anrufe in den anderen Tierheimen verliefen ins lehre und meine Henne fühlt sich allmählich immer einsamer.
Was mach ich denn jetzt nur? Ich schreib jetzt gleich noch einen Züchter an, ob er eventuell einen älteren Hahn mit Megas hat und auch im Tierheim Moers versuche ich es heute Mittag noch, aber ich mache mir da wirklich kaum Hoffnungen.

Habt ihr vielleicht noch einen Rat, wo ich vielleicht noch fündig werden könnte?



Liebe grüße
Amber

spooky
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von spooky » Do 23. Okt 2014, 11:19

Hallo Amber,
ein Züchter wird ganz sicher nicht zugeben, sollte er Megas im Bestand haben.
Manchmal werden hier im Forum solche Vögel abgegeben, hast Du schon nachgeschaut?

Davon ab, hatte denn die Henne schonmal Symptome in die Richtung?
Wenn nein, würde ich sie vielleicht wirklich durchchecken lassen und wenn nix ist, könntest Du m.E. auch einen gesunden Pieper dazu setzen. Es heisst ja immer wieder, dass eh viele Wellis Megas in sich tragen.

Viele Grüsse,
Sandra

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Amber
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Amber » Do 23. Okt 2014, 11:59

Hallo Sandra,

nein, die Henne hat keinerlei Symptome.

Man sagt doch aber immer, dass, wenn einer im Schwarm an Megas erkrankt ist, dass automatisch alle infiziert sind?
Gefüttert oder geschnäbelt haben sie sich auch gar nicht, doch den Wasser und die Futternäpfe haben sie sich natürlich geteilt... Eigentlich mag ich sie auch gar nicht zum Tierazt schleppen, denn selbst ein negativer Befund heißt nicht, dass diese sich nicht angesteckt hat und ich gehe jetzt wirklich davon aus, dass sie einfach Trägerin ist.

Hier habe ich schon geschaut und es sucht auch eine Henne in Duisburg, die Megas hat. Eigentlich würde ich sie ohne zu zögern nehmen, doch hab ich angst, dass sich die zwei Weibchen nicht verstehen und ich am ende mit zwei streitenden Hennen hier sitze. :(

Bezüglich des Züchters währe es mir doch ganz lieb, wenn er Wellensittiche mit Megas hat, ich meine, ich würde ihm doch sagen, dass ich gerade solche Vögel suche und erkranken kann doch leider heutzutage jeder Welli mal daran.
Meinst du, der würde trotzdem sagen, dass er kein passendes Tier da hat?


Liebe Grüße
Amber

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von IngridSB » Do 23. Okt 2014, 12:06

Hallo Amber,

Sandras Aussage kann ich soweit bestätigen, als dass meine damalige Tierärztin es mir mal folgendermaßen erklärt hat:

Alle Wellensittiche tragen diese Pilze ganz natürlich in sich. Sie sind Teil der natürlichen Darmflora und schädigen den Vogel normalerweise nicht. Das geschieht erst wenn der Vogel durch irgendetwas anderes für einen längeren Zeitraum geschwächt ist - dann gerät das natürliche Gleichgewicht aus der Facon, die Pilze verändern sich krankhaft zu Megas und nehmen Überhand.

Sofern Deine Henne keine Symptome einer Erkrankung zeigt kannst Du meiner Meinung nach ruhig einen älteren Hahn dazu setzen, auch wenn von ihm (noch) kein Mega-Kontakt bekannt ist.

Liebe Grüße
Ingrid
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von spooky » Do 23. Okt 2014, 12:21

Hallo Amber, wenn er sie nicht gefüttert hat, dann ist meines Wissens eine Ansteckung sehr, sehr unwahrscheinlich.
Seinen Kot hat sie ja sicher nicht gefressen.
Über Futter- oder Wassernäpfe ist unwahrscheinlich, weil der Erreger ausserhalb des Vogels kaum überleben kann.
Hier noch ganz interessant: http://vog.vetmed.uni-leipzig.de/sites/ ... gaster.pdf (erste Seite, unten)
Viele Grüsse,
Sandra

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Kirsten 63 » Do 23. Okt 2014, 13:34

Hier wäre auch noch eine Möglichkeit nach zu fragen. Sie ist oder war auch mal hier im Forum.

http://tierheim.unikomplex.de/index.php ... /wellis-co
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Simi L. » Do 23. Okt 2014, 14:04

Hallo Amber,

ganz ehrlich, ich würde mir da keinen Kopf machen. Erstens sind die Übertragungswege immer noch nicht geklärt, zweitens wird vermutet, dass fast jeder Wellensittich Megabakterien in sich trägt. Bei vielen vogelkundigen Tierärzten ist es so, dass noch nicht einmal eine Behandlung verordnet wird, wenn beim Eingangscheck eine kleine Menge Megas gefunden wird und der Vogel ansonsten fit aussieht, so "normal" ist diese Diagnose inzwischen. Du weißt ja nicht, ob sich die Henne überhaupt angesteckt hat und genauso wenig weißt du, ob ein augenscheinlich gesunder Hahn, den du dann dazusetzt, nicht doch einmal einen Mega-Ausbruch haben wird.
Ich sehe das ganz entspannt und denke, du kannst guten Gewissens nach einem gesunden Hähnchen suchen. :wink:
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carla
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von carla » Do 23. Okt 2014, 17:50

Hallo,
IngridSB hat geschrieben:
Alle Wellensittiche tragen diese Pilze ganz natürlich in sich. Sie sind Teil der natürlichen Darmflora und schädigen den Vogel normalerweise nicht. Das geschieht erst wenn der Vogel durch irgendetwas anderes für einen längeren Zeitraum geschwächt ist - dann gerät das natürliche Gleichgewicht aus der Facon, die Pilze verändern sich krankhaft zu Megas und nehmen Überhand.

Sofern Deine Henne keine Symptome einer Erkrankung zeigt kannst Du meiner Meinung nach ruhig einen älteren Hahn dazu setzen, auch wenn von ihm (noch) kein Mega-Kontakt bekannt ist.
exakt so haben es uns unsere Kliniktierärzte auch erklärt. Deshalb haben wir seitdem ungeachtet eines Nachweises oder nicht entsprechend Wellis aufgenommen und bisher keine bösen Erfahrungen bezüglich einer Ansteckung machen müssen. :wink:
Liebe Grüße,

Charlotte+ die vielen Schätzchen in Rüdesheim

Wie wäre es denn mit einem oder mehreren Abgabewellis?
http://www.vwfd-forum.de/viewforum.php?f=72

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Nöck-Nöck » Do 23. Okt 2014, 18:46

Ich schließe mich Simi und Carla an. Als vor über drei Jahren mein erster Welli, Sydney an Megabakterien erkrankte und nach Monatelangen Kämpfen, Behandlungen und Tierarztmarathonen, den Kampf gegen die Megas verlor, war ich untröstlich und machte mir auch tausend Gedanken, wie ich nun mit der Haltung fortfahren sollte.

Letztendlich nahm ich über die letzten Jahre sowohl Tiere die nachweislich Megas in sich trugen als auch "gesunde" Wellis auf. Alle waren Abgabetiere, manche aus guter, manche aus schlechter oder unbekannter Haltung. Einige musste ich behandeln, bei anderen ist die Krankheit bis heute nicht ausgebrochen, ganz unabhängig ob beim Eingangscheck Megas gefunden wurden oder nicht. Ich denke, die Gefahr, dass ein Welli an einem Tumor erkrankt (und stirbt) ist mindestens genauso groß, wenn nicht größer als die Chance auf eine Megaserkrankung. Leider gibt es heute kaum noch gesunde Wellis, die irgendwann an Altersschwäche sterben. Damit muss man sich als Halter irgendwann abfinden.

Gib doch einem Abgabevögelchen, wenn möglich eine Chance. Vielleicht findest du sogar einen "Megaträger", der schwer zu vermitteln ist. Ich kann aus Erfahrung sagen, die Krankheit verliert mit der Zeit ihren Schrecken. Du hast jetzt eine schlechte Erfahrung gemacht aber so muss es nicht immer laufen. :heftigknuddel:

In den Tierheimen haben die meistens keine Ahnung von spezifischen Vogelkrankheiten wie Megas, denke ich. Die Mitarbeiter sind einfach überarbeitet und Vögel laufen eher nebenher. Zeige lieber Fotos von deiner Haltung, so können sie sich ein Bild machen und sicher gehen, dass der Vogel ein gutes Zuhause bekommt.
Es grüssen Nathalie und die Nöck-Nöcks - Mio, , Victor, Clyde, Freddy, Hans-Jürgen, Tina und Ronja

Unvergessen: Buddinchen(+01.04.11), Sydney(+24.08.11), Nini(+24.07.13), Lila(+02.06.14), Filou(+30.03.16), Flora(+26.05.16), Kiko(+02.03.17), Bonnie (+02.08.17), Klara (+10.01.18)

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Palila » Do 23. Okt 2014, 20:24

Hallo Amber,

ich kann mich dem vorher gesagten auch nur anschließen.

Ich hatte 2010 in meinem damaligen 8köpfigen Schwarm eine Henne mit Megas.
Bei keinem einzigen der anderen 7 sind Megas aufgetreten, obwohl die Henne fast bis zum Schluss im Schwarm lebte.
Inzwischen sind einige gestorben, meist an Tumoren, neue sind dazu gekommen, aber kein Fall von Megas mehr.

Also nur Mut, gib deiner Kleinen einen Partner
Grüße auch von Nele, Momo, Joschi, Doto, Paulchen, Feli, Percy, Timmy, Mücke

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von pittisucht » Mi 3. Dez 2014, 12:48

Ich stehe gerade genau vor dem selben Problem. Martin ist jetzt allein, nachdem Pitti (unter anderem) wegen Megabakterien eingeschläfert werden musste. Martin hatte noch nie Symptome, er ist aber auch noch nicht der Älteste mit seinen 8 Jahren.

Die Tierärztin meinte neulich, dass Martin auf jeden Fall Träger sein wird und ich aber Kot untersuchen lassen kann.

Würdet Ihr das vorher tun und bei konkretem Befund dann nur einen anderen Mega-Vogel dazu setzen? Oder wirklich komplett außer Acht lassen?

Danke

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von Steffi-Lotte » Mi 3. Dez 2014, 14:08

Ich persönlich würde es komplett außer acht lassen. Werden bei der Untersuchung Megas gefunden, weißt du, dass er Träger ist. Werden keine gefunden, kann er aber genausogut Träger sein. Ebenso verhält es sich mit dem Neuzugang, auch bei ihm muss ein negatives Ergebnis nicht bedeuten, dass er kein Träger ist. :wink:
Liebe Grüße von Steffi
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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von pittisucht » Mi 3. Dez 2014, 14:17

Ok Danke....das macht dann die Aufnahme oder Abgabe auf jeden Fall einfacher :-) Dann werde ich mich jetzt ohne Diagnose potentieller Megabakterien-Träger weiter dahinter klemmen, dass Martin nicht vereinsamt!

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von carla » Mi 3. Dez 2014, 17:01

pittisucht hat geschrieben:Ok Danke....das macht dann die Aufnahme oder Abgabe auf jeden Fall einfacher :-) Dann werde ich mich jetzt ohne Diagnose potentieller Megabakterien-Träger weiter dahinter klemmen, dass Martin nicht vereinsamt!
Das ist super. :super:
Ich stimme Steffi da auch völlig zu. Viel Erfolg. :)
Liebe Grüße,

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Re: Partner suche mit Megabakterien

Beitrag von charly13 » Mi 3. Dez 2014, 20:24

Eine Diskussion mit Leuten vom Tierheimen, was Vogelkrankheiten angeht, ist so eine Sache.
Am besten ist man fragt, welche Krankheiten hat der Vogel die das TH zu vermitteln hat,
darüber macht man sich dann Gedanken.

Gruss
Es gibt Leute, die haben halt mehr, als nur einen Vogel.
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