Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

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Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von BerBudgies » Do 1. Jun 2017, 20:31

Liebe Welli-Fans,


Ich lese in dem Forum hier seit Jahren immer wieder mal gespannt mit was eure Wellis für Krankheiten durchhaben und wie behandelt wurde. Jetzt melde ich mich auch mal zu Wort, leider mit einer traurigen Angelegenheit :( Bitte entschuldigt den sehr langen Beitrag, ich muss leider etwas ausholen...

Kurz zu mir: habe seit über 15 Jahren Wellis und diverse Geschichten wie Megabakterien, Tumore, nach Unfall flugunfähige Wellensittiche usw. durch. Zur Zeit besitze ich (bis auf 1 Männchen) nur "Second Hand"-Tiere (also alle aus unterschiedlichen Gründen von den Vorbesitzern abgegeben, teilw. illegal erbrütete Tiere usw.).

Mein aktuelles Problem ist eine Wellidame, fast 5 Jahre alt:

Vor ca. 1,5 Monaten entdeckte ich verdächtigen Kot (hellgrün, flüssig, Urinanteil stark Nierenproblem-verdächtig). Schlief bzw. ruhte leicht vermehrt, sang kaum noch, rief selten. Fraß aber noch 1A, trank auffällig viel, interagierte mit anderen Wellis, ließ sich füttern und anbalzen. Plusterte sehr selten. Beobachtete aufmerksam Wildvögel draußen. Beschäftigte sich trotzdem gerne mit Seilen, Kork, Mineralsteinen. Angeschlagen, aber nicht komplett fertig :oehm:

Ab zum vkTA, abgetastet (da ist etwas hartes), Legebeine sind geweitet. Kot hatte jede Menge Bakterien und war total schleimig, Urinanteil als Nieren-verdächtig bestätigt. Geröntgt mit Kontrastmittel: Passage war auffällig langsam, Magen liegt viel zu weit oben, Bauchraum ist aber voll mit was auch immer. Knochen hatten angefangen einzulagern, spricht also auch für Brutaktivität. Langes Gespräch mit TA über den Allgemeinzustand. Da die Wellidame eigentlich ihr ganzes Leben fast immer in Brutlaune ist (dunkle, runzelige Nase, massives beschäftigen mit Seilen und Mineralstein, hat sich phasenweise im Bücherregal in dunkle Ecken gesetzt), vermuteten wir, dass ihre andauernde massive Brutlaune mit zeitgleicher Mauser das Problem ist und dass der geschwollene Legedarm den Bauch ausfüllt. Nierenprobleme sind wohl bei Brutlaune keine Seltenheit. Tumor konnte aber nicht ausgeschlossen werden.
Behandlung: Unterstützung der Nieren mit Cranberry, Unterstützung des Immunsystems, PT12 für die Verdauung, Testosteron um sie mal aus der Brutlaune heraus zu bekommen. Teilweise Kräutertees für Niere/Verdauung.

Jetzige Situation:
PT12 schlägt gut an, Kotanteil sieht wieder ok aus. Nierenanteil sieht weiterhin auffällig aus.
In den letzten Tagen hat sie weiter abgebaut und mehr geschlafen, frisst seltener selber, lässt sich ohne Ende füttern, plustert am Rücken, Atmung auch in Ruhe teilweise sichtbar (Flügel gehen mit), Häufig Augen zu, vermutlich wegen Schmerzen. Leichtes Pressen beim Kot absetzen, 2-3 mal sogar richtig dolles pressen mit vergrößerten Kotballen (ähnlich Brutkot). Hormontherapie hat angeschlagen, Nase wird blau.

War gestern beim Tierarzt: erneutes Abtasten ergab deutlich größeren, harten Unterbauch/Kloakenregion. Kotanteil sieht optisch und mikroskopisch besser aus, Nieranteil weiter auffällig. Neues Röntgen mit Kontrastmittel: Bauchraum weiter voll, obwohl der Legedarm ja abgeschwollen sein müsste unter der Hormontherapie. Blutanalyse zeigte noch akzeptable Werte was die Niere betrifft.
Diagnose: nicht operabler Nierentumor :schnief:
Neue Behandlung: Metacam bei Bedarf, irgendwann einschläfern. Habe ich ihr heute erstmals das Schmerzmittel gegeben, schlägt auch gut an (plustert weniger, ist in den wachen Phasen aktiver, hat sogar kurz gesungen, läuft schneller auf dem Spielplatz rum, hat sich beim Anbalzen gleich so hingesetzt, dass ihr Männchen aufsteigen könnte :rolli: ).

Habe nochmal mit der TÄ telefoniert: Ihr ist ein Fall eingefallen, wo sie einen Vogel operiert haben, der auch einen Tumor haben sollte, entpuppte sich dann aber als eitrig entzündeter Legedarm. Konnte entfernt werden, alles super.
Jetzt meinte sie, dass sie das auch bei meiner Wellidame nicht ausschließen kann, aber für eher unwahrscheinlich hält. Man könnte die Wellidame aufschneiden und nachschauen, hat aber wegen Angeschlagenheit natürlich ein hohes OP-Risiko. Sollte es sicher ein Tumor sein, würde man sie dann gleich in Narkose lassen und einschläfern.
Und nun bin ich absolut ratlos, denn eine solche Situation hatte ich noch nie :conf:

Option A: ich gebe ihr weiter nur Metacam solange es ihr damit gut geht und wenn es ihr schlechter geht, wird sie eingeschläfert. OP ziehe ich nicht in Erwägung, weil hohes OP-Risiko und eher unwahrscheinlich, dass es etwas anderes als Nierentumor ist.

Option B: Ich mache sofort die risikoreiche OP. Im besten Fall ist es doch etwas operables und der Vogel übersteht die OP. Im schlimmsten Fall packt sie die OP nicht oder wird wegen eindeutiger Tumorbestätigung eingeschläfert. Dann sind die schönen Wochen, die sie vielleicht mit Metacam noch haben könnte, dahin.

Option C: Erstmal weiter Metacam und wenn ich denke sie ist soweit, dass man sie einschläfern müsste, machen wir die OP. Nachteil ist ganz klar, dass eine mögliche eitrige Entzündung bis dahin schlimmer wird und man wertvolle Zeit verschenkt hätte, OP-Risiko steigt wegen schlechterem Zustand noch mehr.

Meine Gedanken drehen sich die ganze Zeit im Kreis, welche Option ist die sinnvollste? :panik: Gehe ich das OP-Risiko ein und schläfere sie im Zweifelsfall zu früh ein? Schiebe ich die OP auf und beiße mir dann ggf. in den H**tern, dass ich sie nicht früher operieren lassen habe, sollte es tatsächlich eine Legedarmgeschichte sein.


Habe schon diverse Fälle von entzündeten Legedärmen, Windeiern im Legedarm und so gelesen und bin sehr gespannt auf eure Meinungen.
Hat jemand Erfahrung, ob man da durch Ultraschall oder andere Methoden was besser abklären könnte?


Danke schonmal und viele Grüße,
BerBudgies

ela67
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von ela67 » Do 1. Jun 2017, 21:18

Hallo BerBudgies !
Das glaub´ ich das du nicht mehr ein noch aus weißt ! :troest:
Also ich glaube ich würde die Option A wählen und erst mal abwarten.
Natürlich kann dir niemand die Entscheidung abnehmen.
Also gehört habe ich schon, das einige Vogeldoc´s auch Ultraschall
bei Welli´s machen. :conf: Und auch heißt es, das man bei Ultraschall
mehr feststellen kann, als beim Röntgen ! Ob dem so ist.......?
Wäre es dann vielleicht eine Möglichkeit für deine Henne,
über eine OP nachzudenken !
Liebe Grüße, ela, oskar, butschi, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety und ole ! :fly:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Charlie1403 » Fr 2. Jun 2017, 13:00

Hallo BerBudgies,

das ist eine sehr kniffelige Situation und da kann glaub ich jeder von uns auch nur aus dem Bauch heraus einen Rat geben. Letztlich kennst Du Deine Henne am Besten und kannst die Situation einschätzen.

So wie ich das von Außen beurteile, würde ich Option C wählen. Wenn die OP eh schon so risikoreich ist, dann macht auch nichts mehr aus wenn Du noch wartest. Ich hatte einen Hahn mit (undefinierten) Tumor. Meine vDoc hat mir auch geraten abzuwarten bis es ihm so schlecht geht, dass man eh über eine Einschläferung nachdenken würde. Dann wollte sie die OP wagen und wenns nichts zu heilen gegeben hätte, wäre er aus der OP nicht aufgewacht. So weit ist es aber nicht gekommen, weil er vorher auch noch einen schweren Schlaganfall hatte und deswegen erlöst wurde.

Ich wünsch Euch auf alle Fälle alles Gute und viel Kraft für die Entscheidung :troest:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von BerBudgies » So 4. Jun 2017, 18:11

Hallo,

Vielen Dank für eure Antworten und euer Mitgefühl! :passt:
Ich finde das wirklich schwierig eine Entscheidung zu treffen. Bisher hatte ich noch nie die Option einer OP, die Lage war immer eindeutig in Richtung inoperabler Tumor oder chronisches Nierenversagen oder so. Es gab nie ein "es könnte möglicherweise auch etwas anderes sein und das wäre dann operabel". Habe dementsprechend alle Vögel palliativ behandelt bis ich dachte, dass für diesen Vogel die Lebensqualität so massiv eingeschränkt ist, dass er nicht mehr leben wollen würde und sie dann einschläfern lassen. :schnief: Ich musste mich also nei damit auseinandersetzen was jetzt die bessere Option wäre, denn es gab immer nur Option "früher oder später einschläfern"...

Mich würde mal interessieren, die bei euren Hennen diagnostiziert wurde, dass es sich eindeutig um ein Legedarmproblem handelt, das man operieren kann? Also ich meine aufgrund der Lage und der Größe von Wellis ist das ja alles nicht so einfach auseinanderzuhalten, ob nun Darm, Legedarm, Niere,... :hm: War das eindeutig auf dem Röntgen zu sehen? Wurden anderen Parameter herangezogen (Blutanalyse, Ultraschall, ...)?

Danke, viele Grüße und schöne Pfingsten
BerBudgies

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Johnnick » So 4. Jun 2017, 23:45

Hallo,

bei unserer Wolke wurde anhand eines Röntgenbildes eine Legedarmentzündung diagnostiziert. Für die Ärztin war das klar erkennbar. Nachdem eine Behandlung mit Antibiotika erfolglos war wurde der Legedarm operativ entfernt. Wolke hat die OP damals mit ihren 7 Jahren gut überstanden. Trotz des fehlenden Legedarms hatte sie eine Hormonstörung und bekam regelmäßig Hormonspritzen.

Später bekam Wolke leider einen Bauchbruch. Bei der OP des Bauchbruchs wurde dann noch ein großer Tumor entdeckt und sie wurde eingeschläfert. Sie hatte zu der Zeit körperlich bereits stark abgebaut. :cry:

Ich wünsche Euch alles Gute. :daumendrück:

LG

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Charlie1403 » Di 6. Jun 2017, 17:11

Wenn es um die Diagnosen bei den Hennen ging, war es auch das Röntgenbild, was die eindeutige Diagnose brachte. Ein guter vogelkundiger Tierarzt kann jedes Organ auf dem Bild auseinanderhalten. Außerdem geht meist auch ein Hormonschub, der zu Kalkeinlegerungen in den Knochen führt, einem Problem mit dem Legadarm einher. Die "leuchtenenden" Knochen sieht sogar ein Laie wie wir.

Als Vroni einige Zeit so stark abnahm, wurde aber auch eine Blutanalyse gemacht. Vroni hat neben den Hormaonstörungen und einem Implantat deswegen auch Verkapselungen im Legedarm. Daher darf sie auf keinen Fall ein Ei anlegen oder gar legen wollen. Das wäre ihr sicherer Tod.
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von BerBudgies » Mi 7. Jun 2017, 15:11

Ich danke euch für eure Antworten!

Charlie:
Wie zeigt sich denn die Verkapselung im Legedarm bei deiner Vroni? Ist das hart oder weich beim Abtasten?

Johnnick:
Erinnerst du dich, ob auf dem Röntgenbild von Wolke die anderen Organe verlagert waren?


Das Problem bei meiner Henne und dem Röntgen ist, dass sie übergewichtig ist und das die Interpretation des Röntgenbildes erschwert.
Blut wurde nur auf Nierenwerte analysiert, waren aber noch ziemlich ok (wobei die ja erst bei 70% Schädigung eindeutig sein), nicht auf Entzündungswerte oder Hormone.

Sie hatte ja deutliche Anzeichen, die für massive Legedarmschwellung gesprochen haben: geweitete Legebeine, sehr viel Mineralien fressen, Knochen haben angefangen einzulagern, dunkelbraune runzelige Nase, ständig an Seilen/Kork knabbern,...
Aber es deutete eben auch manches auf Tumor: beim Abtasten war irgendwas kleines hartes fühlbar, Nierenprobleme
Da sie zu dem Zeitpunkt gemausert hat, sind wir erstmal davon ausgegangen, dass sie wegen heftiger Hormonaktivität und Mauser so angeschlagen ist. :oehm:

Sie wurde wie gesagt mit Testosteron behandelt,was auch angeschlagen hat, trotzdem hat sich im Bauchraum nix getan. Der Legedarm hätte daraufhin ja abschwellen müssen. Sollte natürlich eine Entzündung oder eine Ansammlung von Eiweiß das Problem sein, helfen die Hormone nix. Da sie aber anfangs kaum Störungen des Allgemeinbefindens hatte, gingen wir nicht von einer Entzündung aus.

Sie baut aktuell weiter ab: schläft wesentlich mehr, kriegt sichtbare Atmung, putzt sich seltener. Wucherung am Unterbauch ist mittlerweile gut sichtbar, sie fängt an das linke Bein bevorzugt zu entlasten, hat vorgestern kurz auf dem Bauch liegend geschlafen. Das spricht für Tumor. :(
Derzeit bekommt sie manchmal Metacam, allerdings schlägt ihr das auf die Verdauung. Und die Nieren, die eh schon angeschlagen sind, leiden natürlich auch darunter. Sie kriegt auf mehrere Arten Unterstützung für die Nieren, Verdauung und Immunsystem.
Das erste Mal Metacam letzte Woche hat wahre Wunder bewirkt, sie hat gesungen, ist viel schneller rumgeflogen, war wacher.
Gestern war sie trotz Schmerzmittel abends total im Eimer, hat heftig am Rücken geplustert, viel geschlafen, hat sich nicht geputzt und wollte sich nicht vom Männchen kraulen lassen. Habe mich schon darauf vorbereitet sie heute einschläfern zu lassen. :schnief: Aber heute geht es ihr relativ gut: ist mit den anderen zum Spielplatz geflogen und hat dort Seil geknabbert, frisst ordentlich und lässt sich vom Männchen füttern, hat Mango zerlegt. Putzt sich immer nur sehr kurz, schläft viel. Eine Henne hat es auf sie abgesehen und streitet ständig mit ihr :nudelholz:

Ganz sicheres Ergebnis könnte laut vkTA nur OP bringen, hat aber wegen Allgemeinzustand großes Narkoserisiko. Alles deutet eher auf Tumor. Wegen kleiner Wahrscheinlichkeit und großem Risiko will ich sie deshalb nicht sofort operieren lassen.

Oh man, das werden nervenaufreibende Tage :(
Zum ungünstigsten Zeitpunkt bin ich auch noch ab morgen bis Montag weg. Habe zwar eine Urlaubsbetreuung, die selber Wellis hat, ihr Schmerzmittel geben kann, sie zum vkTA fahren würde usw. Aber trotzdem habe ich Bammel :schnief:

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Charlie1403 » Mi 7. Jun 2017, 18:45

BerBudgies hat geschrieben:
Mi 7. Jun 2017, 15:11
Charlie:
Wie zeigt sich denn die Verkapselung im Legedarm bei deiner Vroni? Ist das hart oder weich beim Abtasten?
Die Verkapselungen waren auf den Röntgenbildern gut sichtbar. Die stammen von Legedarmentzündungen bei dem der Körper den Eiter quasi wie ein Ei in einer Kalkhülle ummantelt hat. Die Kapseln sind etwas kleiner als ein Smatie. Ob meine vDoc die auch fühlen konnte, weiß ich leider nicht mehr. Vroni ist übrigens auch wieder viel zu dick. Daher wäre abtasten wohl eher schwierig.
Mit den Beinnerven hat Vroni auch Probleme. Sie braucht den Schnabel als Hilfe, wenn sie sich auf Ästen und Stangen umdrehen möchte. Das ist eine Folge der Hormonstörung und der Knochendichte (Polyostotische Hyperostose). Sie liegt deswegen auch gerne auf dem Bauch und döst mehr als die anderen. Wenn ich merke, dass es ihr gar nicht gut geht, behandel ich sie mit einer Mischung aus Vitamin B (für die Nerven), Frubiase (Calzium für die Knochen) und Metacam.

Vroni ist wegen ihrer Dauerbrütigkeit der Liebling bei allen Hähnen :rolli: . Alle sechs Blaunasenträger hängen an ihren Schwänzchen und füttern sie dick und rund trotz Diätfutter.

Ich drück Euch weiter die Daumen :daumendrück:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Johnnick » Mi 7. Jun 2017, 23:03

Johnnick:
Erinnerst du dich, ob auf dem Röntgenbild von Wolke die anderen Organe verlagert waren?

Das weiß ich leider nicht mehr. Ich kann mich nur noch erinnern, das die Entzündung erkennbar war. Der Grund war ein Schichtei im Legedarm und man konnte auch deutlich die Kalkeinlagerungen in den Knochen sehen.

Weiterhin alles Gute für euch. :daumendrück:

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von BerBudgies » Do 15. Jun 2017, 18:59

Ihr Lieben,

danke für eure informativen Antworten! Und vielen Dank für alle gedrückten Daumen! :passtgirl:

Mit meiner Henne ging es die letzten Tage immer weiter bergab, obwohl sie ab und zu Schmerzmittel bekommen hat und eine Menge anderen palliativen Krams.
Heute hing sie richtig durch, hat morgens kaum gefressen (obwohl das ihr Hobby Nr1 ist), ist nicht zum Spielplatz und den Knabberseilen geflogen (Hobby Nr2). Sie hat wahnsinnige viel geschlafen. Schmerzmittel hat in soweit geholfen, als dass sie dann etwas gefressen hat, sich kurz geputzt hat, 3min gesungen und dann war es das auch schon. Sie brauchte die letzten Tage sozusagen immer 3Std Schlaf, um 10min wach und aktiv sein zu können.
Deswegen habe ich sie eben zum vkTA gebracht. Sie wird da jetzt auf die OP vorbereitet (Infusionen, Aufbaukrams damit ihr Kreislauf bessere Chancen hat) und dann schauen sie morgen mittags, ob nun Tumor oder doch irgendwelche merkwürdigen Dinge im Legedarm.

Ihr Männchen ruft die ganze Zeit und fliegt durchs Zimmer und sucht sie :cry:

Das werden dann also bange Stunden bis zum Anruf vom TA morgen...

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von ela67 » Do 15. Jun 2017, 20:17

Oh, das tut mir leid. :troest:
Ich hoffe es geht alles gut. :kniefall:
Ich drücke die Daumen ! :daumendrück: :klee:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Charlie1403 » Do 15. Jun 2017, 20:41

Ich drück hier mit die Daumen und hoffe das der vDoc ihr helfen kann :daumendrück: :daumendrück:
Unbekannterweise ein Drücker für Euch :troest:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Johnnick » Fr 16. Jun 2017, 01:17

:daumendrück: :daumendrück: :daumendrück:

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von HSNB » Fr 16. Jun 2017, 09:04

:daumendrück: :daumendrück: :daumendrück:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von nati » Fr 16. Jun 2017, 09:52

Wir drücken ganz fest die Daumen. :daumendrück: :klee:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von BerBudgies » Fr 16. Jun 2017, 21:50

Vielen Dank euch allen (unbekannterweise) fürs Daumendrücken, das ist wirklich lieb! :smlove:


Leider hat meine Henne es nicht geschafft. Sie wurde heute Mittags wie geplant in Narkose gelegt und aufgeschnitten: Riesiger Nierentumor, der schon mit dem Harnleiter verwachsen war. :schnief:
Wurde dann also in Narkose belassen, ich habe sie eben begraben :cry:

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von timilu » Fr 16. Jun 2017, 22:41

:schnief: :schnief: :schnief:
Viele Grüße, timilu :fly:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Federbällchen » Sa 17. Jun 2017, 01:33

:cry: :cry: :cry:
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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von Johnnick » Sa 17. Jun 2017, 13:07

Das tut mir sehr leid. :cry:

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Re: Nierentumor oder vereiterter Legedarm oder?

Beitrag von ela67 » Sa 17. Jun 2017, 14:06

Hallo ! :troest:
Das ist sehr traurig, :( das deine Henne letztendlich doch so krank war ! :heftigknuddel:
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