mein erster Handicap-Wellensittich

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gabsini
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mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Fr 16. Nov 2012, 17:56

Hallo,
ich habe eine ältere Henne übernommen, die von Anfang an wegen Arthrose tief gesessen hat, so, als wenn sie auf dem Bauch liegt. Drei Jahre lang ging alles gut. Sie kam in der AV gut zurecht und hat auch zwei Partner, die um sie streiten .Verpaarung würde ich das nicht nennen, da es nur von den Hähnen ausgeht und sie es eigentlich nur duldete (z.B. gefüttert werden)
Gestern fand ich sie abends das erste Mal draussen auf dem Boden sitzend, sie schafft es nicht mehr, durch das Fenster in den Schutzraum zu fliegen. Es fehlte die Kraft.
Heute habe ich sie mit Käfig ins Haus geholt. Ein Füßchen ist so kraftlos, daß sie sich nur mit einem Bein halten kann. Das kommt nicht plötzlich, sondern ist eine Alterserscheinung. Wenn sie am Gitter klettert, hat sie Probleme, auf eine Stange zu wechseln. Die Wasser/Futterschälchen findet sie nicht.
Es ist mir klar, daß sie draussen nicht mehr bleiben kann. Doch wie kann ich ihr helfen, zurechtzukommen ? Wasser und Futter sind jetzt auf dem Boden, ein Hirsekolben hängt vor ihrer Nase, sry, Schnabel. Auf den Boden kommt sie nur durch einen Sturz von der Stange.
Wen soll ich zu ihr setzten? Sicher nicht die beiden Hähne . Eine einzelne Henne, einen anderen Hahn ?
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von Mieze » Fr 16. Nov 2012, 19:03

Hallo,

hast Du schon versucht, ob es mit Schmerzmittel besser wird, z. B. mit Traumeel oder im extremen Fall mit Metacam?

Manchmal kann man durch die Aufhebung der Schmerzen helfen, dass sich die Vögel mehr bewegen und aus dem Teufelskreis aus Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit wieder rauskommen.

Das Metacam hat auch entzündungshemmende Wirkung, es kann helfen, einen akuten Rheuma-Schub einzudämmen.

Bei andauernden Schmerzen kann Zeel das Fortschreiten der Krankheit ein wenig hemmen, aber auf lange Sicht ist es nicht zu vermeiden, dass Du irgendwann entscheiden must, ob die Lebensqualität oder die Schmerzen überwiegen... :(

Wenn Du keine Form der Haltung findest, in der gehandicapte mit gesunden Tieren zusammen sein können, wird es vielleicht besser sein, sie in ein dafür geeignetes Zuhause zu geben. Ein gesundes Tier dafür einsperren finde ich ebenso blöd, wie sie alleine zu halten...
..("<...<")...
_(,,)___(,,)_...liebe Grüße von Renate, ihren Wellis und
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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Fr 16. Nov 2012, 19:15

Wie werden die Medikamente verabreicht?
Bild
Habe noch ein Bild von Sky nachgeschoben
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von Mieze » Fr 16. Nov 2012, 20:58

Hallo,

Traumeel kann man über das Trinkwasser oder oral eingeben. Metacam nur nach Anweisung des vk TA in den Schnabel. Metacam wegen der Nebenwirkungen nie länger als 5 Tage geben. Die Dosierung muss Dir der vk TA angeben, das kommt auf die Mischung/Verdünnung an, die er Dir gibt.
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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von carla » Fr 16. Nov 2012, 21:01

Hallo,

ich würde sie zuallererst dem vogelkundigen Tierarzt vorstellen und nach einer genauen Diagnose forschen lassen. Denn ob das jetztige Verhalten an der Arthrose liegt, ist doch nicht gesichert, da kann auch etwas ganz anderes, wie beispielsweise ein Tumor an Niere, Leber, Unterleib etc oder eine Entzündung vorliegen. Und dann mit ihm die entsprechenden Maßnahmen besprechen.
Zuletzt geändert von carla am Fr 16. Nov 2012, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße,

Charlotte+ die vielen Schätzchen in Rüdesheim

Wie wäre es denn mit einem oder mehreren Abgabewellis?
http://www.vwfd-forum.de/viewforum.php?f=72

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Fr 16. Nov 2012, 21:04

Ja, aber aus privaten Gründen kann ich erst am Montag zum vkTA, sonst müßte ich mit dem Rad hinfahren, was etwa 2 Std. dauern würde. Solange muß die Kleine leider warten.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Fr 16. Nov 2012, 21:08

Mieze hat geschrieben:Hallo,

Traumeel kann man über das Trinkwasser oder oral eingeben. Metacam nur nach Anweisung des vk TA in den Schnabel.
Das bedeutet doch, daß Sky auf jeden Fall von der Gruppe getrennt bleibt, damit die anderen nicht mitbehandelt werden. Aber ich fahre Montag erst mal zum TA. Danke für Deinen Rat.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Sa 17. Nov 2012, 06:57

So , heute morgen habe ich den Käfig erst mal umgebaut. Die Sitzstangen sind jetzt unten angebracht, alte Futtzernäpfe habe ich ins Gitter gehängt, so das sie nicht mehr runter muß. Sie sitzt ganz ruhig, schläft viel und hat seit gestern noch nichts gefressen. Ist ja noch früh und ich habe sie im Auge.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von sancho panza » Sa 17. Nov 2012, 15:12

Hallo Gaby,
vielleicht kannst Du ihr noch ein Stück Korkrinde als Sitzbrettchen und/oder eine waagrecht angebrachte Leiter anbieten, damit sie ihre Füße besser entlasten kann. Das nehmen viele Wellis gerne an.
Alles Gute für den TA Besuch Montag :daumendrück:
Lieben Gruß,
Jessica
und die Feder-Zwerge

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Sa 17. Nov 2012, 15:40

Irgendo hier habe ich gelesen, daß tief sitzende Wellies nicht auf einer Fläche sitzen wollen, sondern auf einem Ast, wohl wegen der Hinterlassenschaft. Heute macht Sky schon einen besseren Eindruck. Sie kommt im Käfig zurecht, nachdem ich einige Zweige weggelassen habe und auch sonst umgebaut. Getrunken und gefressen hat sie auch.Auch das Füßchen greift wieder besser. Ob es an der Kälte lag? Eine Leiter kann ich aber auf alle Fälle noch anbringen.
Heute abend bekommt sie noch Gesellschaft. Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob ich den pummeligen und ruhigen Hahn Kiwi nehmen soll (wird er dann noch dicker?) oder die zurückhaltende Henne Lilly, die schon immer Einzelgänger war und auch sehr ruhig ist.
Liebe Grüße, Gaby

Bonny

Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von Bonny » Sa 17. Nov 2012, 17:27

Kiwi wird dann bestimmt noch dicker, das würde ich vermeiden. Dann versuche es doch mal mit der Einzelgängerin. :daumendrück:

LG,

Bonny

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » So 18. Nov 2012, 09:27

Zu spät, ich hatte gestern Abend Kiwi reingeholt. Aber in ein paar Tagen kann er ja durch´s Zimmer fliegen und vielleicht kann ich hier ja sogar darauf achten, daß er nicht zu viel frisst.
Sky hat sich gut erholt, scheint wieder fit zu sein. Anscheinend macht ihr wirklich die Kälte zu schaffen, da sie sich nicht viel bewegt. Bin mal gespannt, was der Doc morgen sagt. Auf alle Fälle bleibt sie jetzt drinnen.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Mo 19. Nov 2012, 17:21

Letzter Stand der Dinge: Sky ist wieder fit. Fliegen klappt wieder, Füßchen unauffällig. Doc gibt grünes Licht , sie wieder in die gewohnte Gruppe zu integrieren. Ein Glück für alle!
Liebe Grüße, Gaby

Bonny

Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von Bonny » Mi 21. Nov 2012, 19:39

Sehr erfreuliche Entwicklung! :) Aber dann ist sie ja wieder draußen in der Kälte, oder? Geht das dann nicht wieder von vorne los???

LG,

Bonny

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » Do 22. Nov 2012, 14:21

Ich denke, es war ein leichter Schlaganfall. Sollte sie wieder auffällig werden, muß sie im Haus bleiben. Aber Du kannst Dir nicht vorstellen, wie froh sie war, wieder zu den anderen zu kommen.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von enna » So 30. Dez 2012, 11:17

gabsini hat geschrieben:Irgendo hier habe ich gelesen, daß tief sitzende Wellies nicht auf einer Fläche sitzen wollen, sondern auf einem Ast, wohl wegen der Hinterlassenschaft. Heute macht Sky schon einen besseren Eindruck.
Mein Hahn Lauscher hat eine Arthrose in den Füßen und kann kaum mit ihnen greifen. Er kann die Zehen nicht von selbst bewegen, jedenfalls nicht sehr gut.
Meine Erfahrung mit "Hinterlassenschaften" der Wellis ist, dass sie sich nur selten darum kümmern, wenn es nicht gerade am eigenen Gefieder klebt. Ich habe Hamsterbrücken im Käfig aufgehängt, damit sich meine Hennen mal hinlegen können oder auch Lauscher seine Füße anders belastet.
Er mag besonders dicke Äste, das scheint seinen Füßen gut zu tun und sitzt gern weit oben auf seinem Stammplatz - auch wenn er von dort ab und zu mal runterfällt. auf niedrigeren Plätzen hält es ihn nie lange. So plumpst er eben täglich 1-2x auf den Voli-Boden (maximal 80cm). Man könnte den Boden also noch auspolstern, falls Vogel runterfällt. Im Baumarkt soll es dafür Kaltschaumstücke geben, die man auch leicht reinigen kann. Mit Zeitung oder Küchenrolle obendrauf ist es wenigstens vor den "Hinterlassenschaften" geschützt.

Deine Henne mag bestimmt an Dingen knabbern, also wären Holz-Knabbereien sicherlich eine tolle Ergänzung. Korkplatten (Reste von Korkröhren z.B.) und Hamsterbrücken sind da recht praktisch. Die kann man ja auch ab und zu abwischen, wenn sich die "Hinterlassenschaft" sammelt... aber ich würde meinem Welli jede Möglichkeit geben sich bequem hinzusetzen und zu legen. :)
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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von gabsini » So 30. Dez 2012, 11:22

Vielen Dank für Deine interessanten Vorschläge. Die Henne, von der ich schrieb ,ist mittlerweile verstorben. Aber nun habe ich eine einbeinige aufgenommen, die ähnliche Bedürfnisse hat. Hamsterbrücke hört sich gut an. Ich werde im Geschäft mal ein Auge drauf werfen.
Liebe Grüße, Gaby

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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von enna » Sa 25. Mai 2013, 15:18

Noch ein Tipp:
Beim größten Onlineauktionshaus gibt es verschiedene Anbieter die offenbar selbstgebaute Brettchen mit Schrauben anbieten. Ich habe da gerade Birkenscheiben mit Schrauben und normale Brettchen (scheint Kiefernholz zu sein, aber da es gut abgelagert ist, Baumarktqualität, ist das nicht so schlimm), ebenfalls mit Schrauben und Muttern zur Befestigung gekauft. Wurden letztens geliefert und so konnte ich eine "Treppe" im Innern der Voliere vom Volierenboden hoch zu den höchsten Sitzgelegenheiten bauen. Denn trotz ihrer Behinderung wollen die "Renner" gern oben sitzen und das Aufwärtsklettern ist manchmal doch etwas anstrengend, wie mir scheint.
Kannst du ja mal schauen - bei mir kommen diese Veränderungen ganz gut an :)
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Re: mein erster Handicap-Wellensittich

Beitrag von Roms1984 » Di 18. Aug 2015, 12:45

mit Traumeel oder im extremen Fall mit Metacam?
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