blinde junge Wellidame

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Saen
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blinde junge Wellidame

Beitrag von Saen » Mo 26. Jan 2015, 11:28

Hallo zusammen,

ich bin ein klein wenig verunsichert nun - meine Wellidame Queenie sitzt seit Donnerstag bei meiner vk TÄ - die erste Diagnose war "sie ist blind" ... Ich könnte mich selbst dafür Geiseln es nicht wirklich bemerkt zu haben, die süße Maus wohnt seit ca. vier Monaten bei mir, war immer schon sehr sehr ruhig, wenn auch lustig und sehr lebensfroh, hat sogar einen jungen Mann bei mir gefunden, der ihr mit aller Herzlichkeit den Hof macht und sich rührend liebevoll um seine Frau kümmert.

Dann kam der Kollisionsunfall, zwingend zu erwarten bei einem blinden Vogel? Ich mach mir solche Vorwürfe! :waaah: Dann hätte ich sie doch nicht fliegen lassen. Nun, daher auch der Gang zum TA, Gehirnerschütterung ... :crying: Nun warte ich darauf meine Maus wieder abholen zu dürfen.

Ich habe seit Donnerstag sehr viel an Info zusammen gesucht, wie man denn mit einem blinden Vogel leben kann, bzw. wie man es ihr am schönsten und einfachsten machen kann. die Ärztin war der Meinung ich solle sie in einen extra Käfig neben der Voli stellen - was denkt ihr dazu? Würde sie sich in der Voliere gar nicht zurecht finden?? Immerhin lebt sie dort ja schon ein paar Monate. Wie gesagt, ich bin einfach total unsicher wie ich nun weiter mit ihr umgehen soll, auch bin ich irgendwie kein Neuling in der Wellihaltung. Habe auch schon mit flugunfähigen Wellis gelebt. Alles gut. Und nun? :(
Liebe Grüße, Sän
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Manu2211 » Mo 26. Jan 2015, 12:15

Hallo Saen,

tut mir leid, dass deine kleine Henne wohl blind ist. Ich selbst hatte noch keinen blinden Welli, ich habe allerdings mal den blinden Welli einer Bekannten kennengelernt. Da deine Wellihenne ja schon seit mehreren Monaten in der Voli lebt, würde ich sie auch darin lassen, sobald sie sich von der Gehirnerschütterung ganz erholt hat. Sie kennt die Voliere mit Einrichtung, weis wo sie Futter und Wasser findet und ich könnte mir vorstellen, dass sie sich darin schon sicherer fühlt, als wenn sie jetzt in einen neuen Käfig umziehen und sich wieder komplett neu orientieren müsste. Freiflug würde ich aber nur unter Aufsicht anbieten, wobei man da abwägen muss, was man den anderen Wellis zumuten kann.

Überhaupt ist das bei behinderten Wellis ja immer ein abwägen, was geht und was geht nicht, aber man kann die Kleinen ja auch nicht in Watte packen oder in die Gummzelle stecken um sie vor jeder Verletzungsgefahr zu schützen. Ich würde wirklich erstmal versuchen den Freiflug nur noch unter Aufsicht zu machen, eventuell kannst du auch morgens die anderen Wellis rauslassen und die Henne mit Partner drin lassen. Das muss man ausprobieren. Die Henne mit Partner dauerhaft im extra Käfig zu halten, würde ich wirklich nur als letzte Lösung sehen, wenn alles andere nicht funktioniert.
Liebe Grüße von der Federlosen Manu und den Gütsler Geiern

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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Saen » Mo 26. Jan 2015, 13:18

Vielen lieben Dank für die Antwort!

Unter Aufsicht ist es auch sehr schwer sie fliegen zu lassen, weil sie einfach mit einem Affenzahn losstartet und schnurschracks gerade aus drauf los fliegt. Komme was da wolle.... :panik3: Letzte Woche ist sie eben richtig arg gegen die Wand geklatscht.

Aber gut, dann bin ich mit dieser Sichtweise nun vielleicht nicht so alleine, eben, das neue Eingewöhnen an einen wahrscheinlich deutlich kleineren Käfig will ich ihr eigentlich nicht zumuten, bzw. erst recht nicht Yoshi, ihr Partner, er ist erst knapp ein Jahr alt und super agil, fix, wendig und ein prima Flieger. :D

Ich bin gespannt was die TÄ sagen wird, wenn ich die Süße denn abholen kann. :hmpf:
Liebe Grüße, Sän
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Manu2211 » Mo 26. Jan 2015, 14:49

Hmm, wenn sie trotz Blindheit einfach drauf los fliegt, ist das natürlich etwas schwierig. Wobei nach meiner Erfahrung die Vögel auch dazu lernen und vorsichtiger werden. Aber es gibt eben auch echte Kamikazewellis, die als Nichtflieger z.B. gnadenlos von der Voli hüpfen und sich so gar nicht ihrem Handicap entsprechend verhalten oder sich sogar krankheitsbedingt nicht entsprechend verhalten können.

Ich habe hier einen Wellihahn der von Geburt an einen Gehör- und Gleichgewichtsschaden hat. Loki ist wohl taub und ist am Anfang gar nicht geflogen. Mit der Jugendmauser bekam er aber doch noch den Dreh und wollte fliegen. Aber durch den Schaden kann er nicht steuern wo er hinfliegt, er wirbelt dabei wie ein Blatt im Wind durch die Luft und kriegt obendrein dabei noch ein irrsinniges Tempo drauf. Nachdem er zwei-, dreimal mit Karacho gegen die Wand geknallt ist, bekommt er von mir die Flügel gestutzt. Da ohnehin fast die Hälfte meines Schwarms aus Nichtfliegern besteht, bin ich entsprechend eingerichtet und er kommt super klar, er läuft die Voliwände rauf und runter und kopfüber an der Volidecke rum als ob er auf ebenem Boden wäre. Manchmal glaube ich es ist ihm aufgrund der Gleichgewichtsstörung egal wo oben und unten ist.

Was ich damit sagen will, man muss manchmal bei behinderten Tieren auch Einschränkungen in Kauf nehmen, an die man sonst nicht mal denken würde. Sei es dass man so einen Vogel mit Partner oder dem Schwarm zusammen einsperrt und damit die Flugmöglichkeiten einschränkt, sei es dass man einem Vogel die Flügel stutzt, damit er sich nicht den Hals bricht. Aber das sind dann wirklich Ausnahmen, die man im Einzelfall entscheiden muss. Du kennst deine Wellis am besten und kannst das damit am besten beurteilen.
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Steffi-Lotte » Mo 26. Jan 2015, 17:21

Lami hat auch eine blinde Henne, die - wenn ich es noch richtig weiß - ganz normal im Schwarm lebt. Sollte sie sich hier nicht sowieso melden, kannst du ihr ja mal eine PN schreiben. :wink:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Lami » Mo 26. Jan 2015, 21:07

Doch, sie meldet sich von allein :D

Meine Sunny ist auch fast komplett blind. Auf der einen Seite sieht sie garnichts, auf der anderen nimmt sie zwar noch bisschen was wahr, aber man weiß natürlich nich, wieviel das is.
Ich würde bei deiner Henne auf jeden Fall erstmal nen ganz einfachen Test machen:
Sie hinsetzen und dann vorsichtig mit der Hand erst von der rechten Seite auf sie zu, dann von der linken. Wenn sie auf garnichts reagiert, dann musst du davon ausgehen, dass sie garnichts mehr sieht. Meiner Sunny kannste zB vor der rechten Seite direkt vorm Auge rumwedeln, des interessiert die nich. Auf der anderen merkt sie aber, dass da was kommt und reagiert darauf.
Mach das also ruhig erstmal bei Queenie. Wenn sie zumindest noch bisschen was wahrnehmen kann, sind das schonmal bessere Vorraussetzungen ;) Da du bisher noch nichts bemerkt hast, kann das schon sein.

Sie mit den anderen in der Voliere lassen ist auf jeden Fall kein Problem. Da kennt sie sich schon aus, da fühlt sie sich sicher. In einem kleinen Käfig allein, da wird sie nur traurig. Sunny hat sich bei mir auch recht schnell zurecht gefunden. Sie erklettert sich vieles lieber als das sie fliegt, zumindest im Käfig.

Ich würde ihr auch den Freiflug nicht streichen.
Bei mir war es zwar so, dass Sunny nicht kamikazemäßig losgeflogen ist, sondern eher wie ein Hubschrauber oder ein Kolibri in der Luft "stand". Leider hat sie anfangs nur einfach plötzlich aufgehört mit den Flügeln zu schlagen. Und das teilweise in 3m Höhe :confused: da hatte ich auch Angst, dass sie sich mal was tut, ist aber zum Glück immer gut gegangen. Ich bin dann mit einem Kissen hinter ihr her gerannt und hab sie aufgefangen, wenn sie wieder gefallen ist. Das ging ganz gut, da sie sich anfangs nur selten aus dem Käfig getraut hat.

Generell musst du viiiiiel Geduld haben.

Sunny hat mit der Zeit gelernt, dass einfach aufhören zu fliegen nicht schlau ist ;) Sie hat dann angefangen, auf breiten Balken zu landen und bei dünneren Ästen stand sie solang davor in der Luft, bis sie sich sicher war, dass sie trifft, ging natürlich anfangs auch in die Hose, aber es wurde von Mal zu Mal besser.
Inzwischen ist sie ein ganz normales Mitglied meines Schwarms und hatte sogar nach meinem Umzug in der neuen Umgebung fast keine Schwierigkeiten, sich neu zurecht zu finden. Die Kleinen sind findiger, als man denkt ;) Sie hat nur eben ein paar Monate Zeit gebraucht. Und die Zeit, die sie brauchen, sollte man ihnen geben.

Beobachte Queenie also am besten in der ersten Zeit, wenn du sie wieder hast, ganz genau, wie sie sich verhält und was sie macht. Jeder Vogel ist anders, und auf jeden muss man anders eingehen. Wie fliegt sie, wo fliegt sie hin, lernt sie mit der Zeit, dass da ne Wand ist, etc. Wenn sie immer in die gleiche Richtung los spurtet, vielleicht einfach mal die Wand abpolstern in der ersten Zeit, damit sie nicht volles Rohr dagegen donnert. Am besten anfangs nur rauslassen, wenn du da bist (ich hatte zum Glück anfangs Urlaub).

Nach der Diagnose bei mir war ich natürlich auch erstmal total überfordert und wusste nicht, ob ich das schaffe und ob ich Sunny gerecht werden kann. Mein vk hat mir damals Mut gemacht und mich auch darin bestärkt, dass ich Sunny ein so normales Leben wie möglich ermöglichen solle, auch wenn das bedeutet, dass sie sich auch mal verletzen kann. Das hat mir zwar Angst gemacht, war aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Und ich bin heute so froh, dass ich sie bei mir habe.

Wenn du Unterstützung brauchst, kannst du dich immer gern bei mir melden :wink:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Saen » Di 27. Jan 2015, 08:07

Hallo zusammen! :wink:

Also, sie ist nun seit gestern Abend wieder zuhause. Auch nicht, wie angenommen, komplett blind. Die TÄ meinte, sie würde wohl hell und dunkel sehen und sie reagiert auch hier und da darauf wenn man mit der Hand etwas näher kommt und sie gerade keine Lust auf Hände hat ... :D

Ich habe mich dazu entschlossen sie mit den anderen 5 zusammen in der Voliere zu lassen. Sofern sie eben alles finden wird. Die Wiedersehensfreude gestern hat selbst mir Tränen in die Augen gejagt. Das war so unglaublich schön mit anzusehen wie sehr sie sich und auch Yoshi gefreut haben sich wider zu haben. SO SÜSS!! :smlove: Heute Abend werde ich dann noch zwei "Etagen" aus Kork mit einbauen und hoffe sie kommt damit etwas besser zurecht als mit den Ästen, da bin ich mir noch nicht so recht sicher ob das alles klappen will.

Wie habt ihr denn da so Futter und Wasser verteilt?? Denn sie hockt oft stundenlang auf dem gleichen Ast und bettelt um Futter, macht sich selbst aber nicht so wirklich auf den Weg. :oehm:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Lami » Di 27. Jan 2015, 19:25

Na das sind doch super Nachrichten, dann wird sich das mit der Zeit auch einspielen :super:

Wegen Futter: ich hab da garnix geändert. Ganz ehrlich, wenn Madame der Magen knurrt, dann wird sie sich irgendwann schon auch selber mal bewegen, sie kennt sich ja aus ;) Nur wenn ein Welli sich nicht richtig bewegen kann, weil er einen Bruch oder so hat, dann würde ich ihm sowas erleichtern. Aber wenn man nen Hahn hat, der einen bedient, na da würd ich auch nich selber laufen ;)
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Saen » Mi 28. Jan 2015, 08:34

Alllsoooo mach ich mir einfach zu sehr nen Kopf ja? :angel:

Ich hoffe einfach das sie das tun wird, gestern saß die Dame den gesamten Tag über auf ein und dem selben Ast :motz: Dabei soll sie doch essen und trinken und sich vielleicht überhaupt dann doch ein klein wenig bewegen. Naja, danke jedenfalls. Mal sehen wie es sich bis zum Wochenende weiterentwickeln wird. :grins:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Sabine » Mi 28. Jan 2015, 09:03

Hallo Saen,

die Kleine wird durch den Unfall verunsichert sein und sich deshalb im Moment nicht viel bewegen :rolleyes:

In diesem Fall würde ich das Futter in ihrer Nähe platzieren. Außer ihr Partner stopft sie voll.

Das wird schon wieder :daumendrück: :daumendrück:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Saen » Do 29. Jan 2015, 08:53

Huhu.

Ja das mach ich jetzt. Gestern hat sie auch von allein Hirse gegessen. Momentan gefällt ihr due Korkplatte am besten und dort sitzt sie ziemlich entspannt, was mich nun langsam etwas entspannt. :D Ihr Partner macht viel für sie. So hoffe ich wird sich alles einspielen. Sie schläft noch sehr sehr viel finde ich, aber mal warten. :pfeif:
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Geli01 » Mi 11. Feb 2015, 22:19

Hallo Sean,
wir hatten auch 17 Jahre eine Blinde Dame. Ihr haben wir auch immer ein Töpfchen mit Futter und ein Töpfchen mit Wasser auf ihrer Etage (wir haben Gitterstücke in den Käfig gebaut) , dann die Stangen bzw. Seile mit Fotos (fotografiert,- wie es am Besten für sie war )immer an die selbe Stelle gebaut. Kleine Veränderungen hat sie sehr gut weggesteckt, die Hirse gab es immer nur Abends und Morgens wurden die Futter und Wasserspender gefüllt. Diese Vögel brauchen ablolute Kontinuität, dann kommen sie mit allem sehr gut klar. Sie bewegte sich so selbstsicher von dem Moment an bis zu ihrem Tod mit immerhin 17 Jahren und einer Chronischen Kropfentzündung......aber Sie hatte auch einen sehr liebevollen Partner. Ach ja das Gitter sollte um ihrem Pllatz frei zugänglich und hatte Stangen als Kanten zur Begrenzung sein nach allen Seiten um auch überall hin zu kommen und die Wellielampe über ihr, half auch sehr viel bei ihrer Orientierung da sie mit Hell -Dunkel sehr gut zu sehen ist. Sie hatte auch ihren eigenen Badeteller ! :passtgirl:
Aber du machst das bestimmt im laufe der Zeit wenn du sie beobachtest, wir haben auch manchmal was falsch gemacht und mussten lernen. Von dem Zeitpunkt wo wir es merkten ( es war übrigens ein Albino), bis zum Regenbogenland waren es 8 Jahre auch für uns eine schöne Zeit mit der Biene. Mein Mann hat Heute noch eine Bissnarbe in der Nasenspitze als Andenken (also die lange Nase hat sie immer noch gefunden ) :rofl: :roflrofl:
Mag alle Wellies die Nichtflieger und natürlich auch die Senioren !

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Knutschkugel
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Re: blinde junge Wellidame

Beitrag von Knutschkugel » Do 28. Mai 2015, 08:35

Hallo zusammen,

mein Darcy ist auf einem Auge blind und auf dem anderen sieht er nur wenig. Mir war das aber klar, als ich ihn aufnahm.
Darcy muss noch einige Zeit im Krankenkäfig bleiben, weil er eine Verhornung an der Nasenhaut hat, die aber abklingt, so dass man schon gut das Blaue eines Hahns sehen kann.
Meine anderen Wellensittiche (Hahn und Henne) nehmen Kontakt zu ihm auf und so waren sie vorgestern und gestern eine ganze Zeitlang alle zusammen. Es zeigt sich aber,
dass der fast blinde Darcy sehr unsicher in Gegenwart der lebenslustigen anderen Sittiche ist, vor allem die Henne Daisy turnt wie wild und vertreibt ihn dabei von allen Sitzplätzen und den Futterplätzen und der Hirse weg. Das schafft sich ja auch beim Nymphensittich. Darcy mag seinen Käfig nicht verlassen, lässt sich auch nicht von den anderen zum Freiflug locken. Ich hoffe natürlich, dass sich das mit der Zeit ändern wird und er sich zumindest raus wagt, um mehr Bewegung zu haben. Kann ja nicht gut sein, wenn er immer nur im Käfig hockt.

Liebe Grüße an alle mit Handicap-WS

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