Wer kennt sich aus?

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Ollibolli
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Wer kennt sich aus?

Beitrag von Ollibolli » Mi 23. Aug 2017, 05:44

Guten Morgen, wie sind Neuwelli-Besitzer, beide Wellihähne sind 5 Monate alt. Vor 3 Wochen habe ich festgestellt, dass es einem davon nicht gut geht. Ich habe ihn nach Rücksprache mit dem Züchter Kamillentee und Wärmelampe gegeben, da keine Besserung in Sicht war hat der Züchter den Welli zu sich genommen und versucht aufzupäppeln. Nach wiederum 3Tagen bin ich mit dem Welli in die Vogelklinik gefahren. Dort die schockierende Diagnose angehendes Leber und Nierenversagen, der Welli hat Blutarmut. Die TA meinte, da der Welli noch so jung wäre, würde sie versuchen, ihn über Nacht aufzupäppeln. Wir waren überrascht aber am nächsten Tag ging es dem Welli besser. Wir haben ihm dann eine Woche Antibiotika gegeben. Am Samstag dann Nachuntersuchung des Wellis und der gesammelten Kotproben. Es wurde ein Wurmbefall festgestellt. Wir haben am gleichen Tag mit der Wurmkur begonnen. Mittel Concurat aufgelöst in 3,5 Liter Wasser, Gabe über 2 Tage als Trink und Badewasser. Zusätzlich habe ich die Kolbenhirse darin eingeweicht und getrocknet. Dem Welli ging es bis gestern besser, seit gestern Abend sitzt er nicht mehr auf der Stange. Ich habe ihm die letzten 2 Tage seinen "kackepo" gewaschen, da dieser durch Durchfall verklebt war und da nix mehr rauskommen könnte. Würmer habe ich bis jetzt keine auf dem Boden finden können. Der Kleine Frist übrigens den ganzen Tag wie ein Scheunendrescher, immer mit geschlossenen Augen. Die Wärmelampe war die ganze Nacht an. Ich glaube, dass der Kleine es trotz aller Bemühungen nicht schafft. Was läuft hier schief? Hat jemand Erfahrung damit? Seit dem er gestern wieder auf dem Boden schläft und es ihm scheinbar wieder schlechter geht- sollte ich ihn einschläfern lassen? Ist das Verhalten nach Wurmkur normal? Auch dass ich kein Würmer am Boden finde? Ich bin echt traurig, möchte den kleinen aber auch nich quälen. LG Olli

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Lucky Mona
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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von Lucky Mona » Mi 23. Aug 2017, 06:24

Hab dir eine PN geschrieben. :grins:
Liebe Grüße
:fly: :fly:

ela67
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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von ela67 » Mi 23. Aug 2017, 14:02

Hallo Olli !
Das ist ja ein ganz furchtbar :( trauriger Verlauf. :troest:
Ich kann dir leider keinen brauchbaren Rat geben.
Habe aber auch schon gelesen, das Wurmkuren durchaus
Welli´s so schaffen können.
Auf jeden Fall hoffe ich für euch, das der Kleine es schafft ! :daumendrück:
Liebe Grüße, ela, oskar, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety, ole und butschi ! :fly:
Vögel können fliegen, weil sie völliges Vertrauen haben (James M. Barrie)

Ollibolli
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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von Ollibolli » Mi 23. Aug 2017, 21:11

Liebe Mona, danke dass Du Dich so schnell gemeldet hast.
Liebe Ela auch danke für Dein Mitgefühl.
Ich habe heute den Tierarzt in der Taubenklinik nochmal mit Willi aufgesucht. Nach erneuter Kotuntersuchung haben sich seit Freitag ( der Tag der letzten Antibiotikagabe) erneut eine Menge Vieren eingeschlichen. Willi war nochmehr abgemagert und wog weit unter Normalgewicht. Dazu der Durchfall und seine insgesamt sehr schlechte Konstitution haben uns übereinkommen lassen, Willi gehen zu lassen. Sie hatte mir nochmal Infusionen und eine erneute ANtibiotika Therapie vorgeschlagen mit Ernährung direkt über den Kropf (Zwangsernährung). Die Aussicht, dass aber vermutlich noch auf die Beine kommt war gering. Er ist heute friedlich in meiner Hand eingeschlafen, geheult habe ich dabei wie ein Schlosshund. Meine Tochter hat ihn heute hübsch in eine Herzschachtel mit Kissen, Hirse, Blumen und ner kleinen Dekotaube gebettet und wir haben ihn gemeinsam mit der ganzen Familie begraben.
Wie ein Wunder ist unser anderer Welli trotz Verlust heute in der Bude rumgeflogen, Maya hatte Willi die letzten Tage immer geputzt. Ich schätze dass allein das für sie ein Abschied war. Am Montag holen wir uns einen neuen, hoffentlich gesunden Welli, damit sie bald wieder nen Partner hat.
Wie ist das mit der Eingewöhnung? Muss ich einen anderen Käfig dazu stellen? Wir hatten über den Urlaub beide Wellis bei unserer Oma, die auch Wellis hat. Unsere Maya hat die beiden direkt " überfallen" und hatte null Angst. Die Vögel waren direkt in Kontakt. Daher, wieviel Vorsicht ist bei der Zusammenführung notwendig?

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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von Ollibolli » Mi 23. Aug 2017, 21:14

Nur kurz zur Info Maya ist auch ein Hahn, dass war erst spät zu erkennen. Bei dem Namen habens wir belassen... es soll auch wieder ein Kumpel werden

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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von vögelchen » Mi 23. Aug 2017, 22:25

Es tut mir sehr leid, dass ihr Eurem kleinen Willi letztlich doch nicht mehr helfen konntet... :sad: :troest:

Es ist sehr schön, dass Maya schnell wieder Gesellschaft bekommen soll! :super: Hast Du denn auch mal daran gedacht einem Abgabewelli ein neues Zuhause zu schenken? ;)

ela67
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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von ela67 » Do 24. Aug 2017, 17:41

Hallo Olli !
Das ist traurig. Es tut mir leid, :troest:
das es euer Schätzchen nicht geschafft hat.
Vögelchen hat es ja schon erwähnt.
Vielleicht möchtet ihr ja einen neuen Partner
für Maya adoptieren.
Hier sind ja im Moment auch Jungvögel in der Vermittlungs-Rubrik.
Entfernungen sind meist kein Problem und lassen sich via Mitfahrgelegenheit
leicht überbrücken. Auch lange Strecken machen einem gesunden Vögelchen nichts aus.
Zu deiner Frage zur Vergesellschaftung.
Ich hatte viele Jahre zweier Haltung. Bei Vergesellschaftung in zweier Haltung
sollte man auf gewisse Dinge achten. Ich hatte immer zwei getrennte Käfige und
diese nah beieinander stehen. So das sie sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen konnten.
Sich hören, sich sehen, eben Kontakt miteinander aufnehmen.
Freiflug gab es einige Tage so, das aber jeder wieder in seinen eigenen Käfig ging zum Schlafen.
Irgendwann wird dann der neue Welli mit in den Hauptkäfig fliegen.
Da habe ich dann die Türchen aufgelassen, das er jeder Zeit wenn es ihn ängstigte wieder heraus
fliegen kann. Du wirst merken, wenn es dann nicht mehr notwendig sein wird.
Das Problem bei zweier Haltung ist halt einfach das der alteingesessene Welli den Neuankömmling
als Eindringling in "sein Revier" ( seinen Käfig ) sehen könnte. So hat es mir damals der TA erklärt.
Du hast die beiden aber ja leider :rolli: nur ganz kurz zu zweit gehabt.
Da dürfte die Vergesellschaftung eigentlich fix gehen.
Viel Glück ! :wink:
Liebe Grüße, ela, oskar, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety, ole und butschi ! :fly:
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Re: Wer kennt sich aus?

Beitrag von Charlie_2016 » Di 29. Aug 2017, 16:07

Hallo zusammen,

ich hatte vor ziemlich genau einem Jahr auch einen Spulwurmbefall. Und hab aktuell große Angst, dass die Biester wieder da sind :-( Der Kot sieht wieder seltsam aus. Ist nur schwer, weil ich mehr als einen leberkranken Welli dabei hab und dazu noch die Mykoplasmen, die vor allem bei den Hennen den Kot auch verändern können.

Ich hab damals alles weggeworfen, was ich nicht in den Backofen packen konnte.
Voliere habe ich auseinander gebaut und abgespritzt, mit Essigwasser abgewaschen, mit kochendem Wasser so gut es ging übergossen. Teppich und Sofa hab ich mit dem Dampfreiniger bearbeitet, den Laminatboden nur mit Wasser und Spülmittel gewischt.
Vorhänge hab ich damals leider nicht gewaschen, ich Depp. Die waren jedoch nicht vollgeköttelt (die Eier können sich aber durch die Raumluft bewegen).
Die Wellis haben dann über 3 Monate lang nur mit 3 Stangen plus Näpfe in der Voli gelebt, sonst war alles kahl. Denn: Spulwürmer haben eine gewissen Lebenyzyklus. Ein Ei wird erst nach 2-4 tagen infektiös, vorher geht es unverdaut durch den Darm durch. Nimmt ein Vogel ein infektiöses Ei auf, entwickeln sich innerhalb von ca 2 Wochen die Würmer. Und selbige sind dann erst nach 4-6 Wochen geschlechtreif. Bedeutet: Nimmt ein Welli nach der Putzaktion doch noch irgendwo ein infektiöses Ei auf, kann man meist frühstens nach 6 Wochen erneut Eier im Kot nachweisen. Nach 3 Sammelkotproben im Abstand von 6-8 Wochen hab ich dann langsam wieder den Käfig dekoriert.
Ich hab nie einen Wurm gesehen. Im Endeffekt muss man direkt nach der Gabe des Wurmmittels alle alten Köttel beseitigen und gründlich putzen. Sie dürfen keine neue Eier aufnehmen, solange die Würmer abgetötet werden (also in den ersten 2 Tagen ungefähr). Die Eier, die die Würmer direkt vor ihrem Tod noch ausscheiden, sind nicht das Problem (die sind noch nicht infektiös). Wenn man die frischen Köttel nach der Entwurmung gleich beseitigt, ist das "ungefährlich".
Bei Blue, der monatelang auf Megas behandelt wurde, hatte man im Kot zufällig ein einziges Ei gefunden. Die Behandlung mit Panacur hat er nicht überlebt - am nächsten Morgen ist er nach neurologischen Ausfällen und rapidem körperlichem Abbau dann gestorben. Daraufhin haben die anderen kein Panacur bekommen, sondern Concurat übers Wasser.

Wenn jetzt wieder Wurmeier da sein sollten...das packe ich nicht. Nicht nochmal.
Die ganze Putzaktion ging damals sowas von an die körperliche und vor allem psychische Substanz. Ich hab nur noch mit Gummihandschuhen gearbeitet. Hab den Staubsauger heiß abgewaschen. Hab die Bürsten des Staubsaugers weggeworfen. Hab mit einen neuen Staubsauger gekauft für den Rest der Wohnung.

Übrigens habe ich hier 4 proppere, bis auf die aktuelle Mauser sehr fitte Wellis hier sitzen. Dünn waren sie bis auf Blue nie ;)

Fazit: Sind Würmer nachgewiesen, muss auf penible Hygiene geachtet werden und bevor durch mehrere Sammelkotproben im Abstand mehrere Wochen nicht sicher nachgewiesen wurde, dass keine Würmer mehr da sind, würde ich keinen neuen Vogel dazuholen.

LG

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