Mumples und die Leber

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Le Bou
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Mumples und die Leber

Beitrag von Le Bou » Di 3. Apr 2018, 20:54

Heute war ich mit Mumples und 3 weiteren Knutschis bei der TÄ‘in. Mumples sollten die Krallen geschnitten und der Schnabel kontrolliert werden. Der hatte so dunkle Verfärbungen an manchen Stellen. Es kam raus, das dieser nicht so wächst wie er sollte, außerdem musste er etwas gekürzt werden. Zusätzlich hat er an den Krallenansätzen ebenfalls kleine blaue Flecken. Alles Anzeichen von Leberproblemen. Als dann das Gewicht dran kam, bin ich schier aus den Latschen gekippt. Er hat seit dem letzten Sommer 12g abgenommen. Er wiegt jetzt nur noch 35g :panik:
Ich habe davon nichts gemerkt :cry: Auch sah er nicht aus, als habe er abgenommen. Ich mache mir dafür solche Vorwürfe.
Mumples bekommt nun 1x tgl Hepar-Tropfen Schnabulös. Wir sollen das jetzt erstmal 2 Wochen machen. Danach 2-3x wöchentlich.
Was kann man noch alles tun? Kann das wieder werden?
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Flogli » Di 3. Apr 2018, 22:06

Deine Beschreibung klingt nun erstmal nicht besorgniserregend und nach einem händelbaren Leberproblem. Bei der Gewichtsabnahme hätte ich mich auch erschrocken! Mit dem bloßen Auge kann ich bei den Wellis hier auch nicht erkennen, ob sich was verändert hat. Ich habe schon seit Jahren, seit einem schweren Megas-Schub, eine Vogelwaage im Einsatz, das klappt ganz gut. Da war ich kreativ und hab ein Stück Parkettboden, darauf ein Kreuz aus Felsenbirne geklebt und das Gestell auf die Waage gestellt. Will ich das Gewicht wissen, stelle ich die Waage an und warte, bis sich einer draufsetzt. Wäre vielleicht was für dich um das Gewicht besser im Auge zu haben.
Ist Mumples denn guter Flieger, fit und aktiv?
Ein Hahn hier wiegt immer schon zwischen 34 und 36g, er ist sehr aktiv und keineswegs zu dünn oder schlecht im Futter
Zur Leber: Ich würde da bei pflanzlichen Zusätzen bleiben, da sonst die Niere in Mitleidenschaft gezogen wird. Du könntest z.b. gemahlene Mariendistelsamen über lange Zeit ins Futter geben. Da nun endlich langsam mal der Frühling ausbricht, kommt der Löwenzahn zum Vorschein. In der Zeit und über den Sommer bis in den Herbst rein sammel ich so viel Löwenzahn wie es geht, um damit die Leber zu unterstützen
Das tolle an dem Organ Leber ist, wie bei fast jedem anderen Organ, ist, dass es sich fast vollständig regenerieren kann, solange es nicht zu sehr geschädigt ist
Also, so wie sich das anhört, hat Mumples meiner Meinung nach gute Chancen
Alles Gute :grins: :winke2:
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Le Bou » Di 3. Apr 2018, 22:41

Hallo Flogli,
Danke für deine tollen Ausführungen.
Da bin ich ja echt etwas beruhigter. Werde mich echt dahinter klemmen, damit es ihm wieder besser geht.
Er ist ein sehr guter und fitter Flieger. Aber in letzter Zeit etwas ruhiger. Ich habe es aber auf die Mauser geschoben.
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Haarmonster » Mi 4. Apr 2018, 00:12

Mariendistelsamen sind bei einem fortgeschrittenen Leberproblem wie hier absolut nicht geeignet!

Der Gehalt des Wirkstoffes ist viel zu gering und der Samen sehr fettreich, was für die Leber kontraproduktiv ist. Silymarin ist der Wirkstoff aus der Mariendistel und gibts in der Apotheke als Extrakt in Kapseln zu kaufen. Meine TÄ hat mir nebst des Silymarins als Empfehlung auch Amynin mitgegeben.

Bei meinen Leberpatienten stelle ich auch fest, dass sie gerade in der Mauser stark abnehmen und sich schwer mit der Feder-Bildung zu kämpfen haben. Da ist eine Unterstützung der Leber auf jeden Fall angezeigt.

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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Federbällchen » Mi 4. Apr 2018, 03:27

Google mal nach "Legalon forte". Das sind die Kapseln mit Silymarin-Extrakt. Gibt es in verschiedenen Packungsgrößen rezeptfrei bei diversen Versand-Apotheken.
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von vögelchen » Mi 4. Apr 2018, 11:31

Liebe Susi,
ich habe die Hepar Tropfen gerade nochmal nachgeschaut... :glotz: Wenn Du keine anderen (ohne Alkohol!) hast, die ich jetzt vielleicht nicht gesehen habe, dann enthalten diese Tropfen 57 Vol.-% Alkohol - und das ist echt eine Katastrophe, und erst recht, wenn die Leber sowieso schon geschädigt ist!!!
Und als harmlos kann ich das hier, so wie Du es beschreibst, überhaupt nicht ansehen, denn die Einblutungen in Schnabel und Krallen hast Du definitiv erst bei schon sehr weit fortgeschrittenen Lebererkrankungen oder bei schweren akuten Verläufen.
Ich fände es sehr sinnvoll hier so schnell wie möglich ein RÖ-Bild zu machen, um zu sehen, ob die Leber "nur" vergrößert ist, oder ob man einen "Herd" / "Herde" sehen kann. Das würde dann, auch wenn man es u.U. nicht genau beurteilen kann, auf einen Tumor oder eine akute Hepatitis hindeuten. Bei einer Hepatitis sind die Heilungschancen meistens recht gut, wenn man dann gleich antibiotisch behandelt - wenn nicht... :sad: Ich würde aber auch ohne RÖ-Bild nicht einfach auf Verdacht AB geben, da das die Leber, wenn sie einfach "nur" geschädigt ist, noch mehr belasten würde...
Haarmonster hat geschrieben:
Mi 4. Apr 2018, 00:12
Mariendistelsamen sind bei einem fortgeschrittenen Leberproblem wie hier absolut nicht geeignet!
Dem kann ich nur zustimmen! Ich gebe sie zwar auch ab und zu mal mit über das Futter, aber mehr so nebenbei als "gesunde" Leckerei. Es gibt diverse Mittel, die Du sowohl über das Futter / TW, als auch schnabulös geben kannst. Silymarin in Pulverform (Kapseln) ist sicherlich gut. Du kannst auch Phyto Hepar über das TW geben. Was Du, meiner Meinung nach, unbedingt schnellstens mit über das TW geben solltest, ist Alamin (oder evtl. Volamin) - das sind Aminosäuren, die direkt den Leberstoffwechsel unterstützen.
Außerdem wären hier mit Sicherheit auch B-Vitamine und Vit. K sehr sinnvoll.
Legaphyton Tbl. (für Hunde) sind auch hochkonzentriertes Silymarin zur schnabulösen Verabreichung.
Le Bou hat geschrieben:
Di 3. Apr 2018, 20:54
Als dann das Gewicht dran kam, bin ich schier aus den Latschen gekippt. Er hat seit dem letzten Sommer 12g abgenommen. Er wiegt jetzt nur noch 35g :panik:
Ich habe davon nichts gemerkt :cry: Auch sah er nicht aus, als habe er abgenommen. Ich mache mir dafür solche Vorwürfe.
Vorwürfe brauchst Du Dir keine machen, denn man sieht es so leider meistens nicht... :troest: Da hilft wirklich nur eines: Die Wellis ab und zu schnappen, mal abtasten - und wiegen...
Liebe Grüße :troest: und alles Gute für Mumples! :daumendrück:

Ich schicke Dir auch noch eine PN... :wink:

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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Haarmonster » Mi 4. Apr 2018, 13:32

vögelchen hat geschrieben:
Mi 4. Apr 2018, 11:31
ich habe die Hepar Tropfen gerade nochmal nachgeschaut... :glotz: Wenn Du keine anderen (ohne Alkohol!) hast, die ich jetzt vielleicht nicht gesehen habe, dann enthalten diese Tropfen 57 Vol.-% Alkohol - und das ist echt eine Katastrophe, und erst recht, wenn die Leber sowieso schon geschädigt ist!!!
Woher weißt du denn, dass es sich hier um die alkoholische Lösung handelt und nicht die Injektionslösung? Ich bin mir zu 99% sicher, dass diese Ärztin nur Injektionslösungen verordnet.

vögelchen hat geschrieben:
Mi 4. Apr 2018, 11:31
Dem kann ich nur zustimmen! Ich gebe sie zwar auch ab und zu mal mit über das Futter, aber mehr so nebenbei als "gesunde" Leckerei.
Die Samen können Wellis in der Regel eh nicht knacken, weshalb man in einigen Vogelshops auch gemahlene Mariendistelsamen bekommt. Ob das aber tatsächlich auch eine Leckerei ist, steht noch auf einem anderen Blatt.

Mariendistelsamen enthalten:
25% Fett (schädlich für die Leber)
27% Proteine (kann sehr schnell und heftig brutig machen)

Gesunde und normale Wellis brauchen das bei einem gut abgestimmten Futter absolut nicht. Auch nicht als Leckerchen!

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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von nati » Mi 4. Apr 2018, 16:45

Hallo,
ich habe von meiner Tierärztin für meinen Ricky Legaphyton Tabletten bekommen. Die Tablette muss ich achteln und die Achtel Tablette bekommt er in den Schnabel. Ich löse sie immer mit einem Tropfen Wasser auf, das geht ganz gut. Auch Ricky muss den Schnabel gekürzt bekommen, noch geht es ihm sehr gut, ich hoffe es bleibt so.
LG
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Sabine » Mi 4. Apr 2018, 17:34

Hallo Susi,

es tut mir Leid, daß Mumples so ein starkes Leberproblem hat. :(

Daß die TÄ nur Hepar-Tropfen geben möchte, ist meiner Ansicht nach zu wenig. Mein langjähriger TA empfiehlt immer in Lactulose aufgelöstes Sylimarin (in diesem Fall das bereits oben mehrfach genannte Legaphyton.) Auf meine Nachfrage hin ob ich auch Sylimarinkapseln aus der Apotheke nehmen kann, wurde dies bejat. Das aufgelöst sollte eigentlich 2 x täglich 1 Tropfen in den Schnabel gegeben werden. Das kann man auch prima in Wasser auflösen. (Ich hatte da ja letzte Woche hier im Forum nachgefragt ob man das auch machen kann).
Da ich mehrer Kandidaten mit vermeintlichen Leberproblemen habe, mache ich das jetzt mal 4 Wochen.

Ich muss Michaela Recht geben, auch wenn die Verfärbungen Anzeichen von einem Leberproblem sind, hätte die TÄ ein Röntgenbild machen müssen um sehen zu können wie weit die Krankheit fortgeschritten ist.
(Wenn Du bei der TÄ in F. warst, der Hinweis, daß sie nur mit Narkose röntgen kann - was ich für völligen Quatsch halte).

Ich drücke für den süßen Mumbels die Daumen, daß er sich wieder erholt und vor allem, daß er wieder zu nimmt. :daumendrück: :daumendrück:
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Le Bou » Do 5. Apr 2018, 07:47

Guten Morgen,
Zur Info: Das Hepar comp ist eine Injektionslösung und ist Alkoholfrei! Zusätzlich Silymarin-forte Hatkapseln und 1-2x pro Woche Alamin ins TW.
Ich habe nun zum ersten Mal eine größere Erkrankung im Schwarm. Daher bin ich selbst darüber sehr betroffen und unsicher. Das man meine TÄ'in, mit der ich sehr zufrieden bin, schlecht macht, trägt nicht dazu bei, das ich mich besser fühle, ganz im Gegenteil. Jeder ist wahrscheinlich der Meinung das sein TA der Bessere ist.
Klar, habt ihr was solche Erkrankung angeht viel Erfahrung. Die möchte ich euch gar nicht absprechen.
Mumples geht es gut, er fliegt und ist sehr aktiv und futtert. Mein ganzer Schwarm hat übrigens gut abgenommen. Das war auch Sinn und Zweck meiner Futterumstellung vor einigen Monaten. Daher ist es mir nicht aufgefallen. Ich bin froh, das ich zum Krallen schneiden immer zum TA gehe und somit immer einen Gesundheitscheck machen lasse. So ist das Leberproblem festgestellt worden. Der Kropf war vollkommen in Ordnung und auch der Kot sah/sieht normal aus und ergab auch keinerlei Auffälligkeiten unter dem Mikroskop. Daher haben wir uns für die o.g. Behandlung entschieden. Es heißt ja nicht, das die Behandlung endgültig ist. Er steht weiterhin zu Beobachtung bei der TÄ'in.
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von Flogli » Do 5. Apr 2018, 11:49

Kannst du ein Foto von Mumples machen? So lässt sich die Situation vielleicht besser einschätzen.
Mariendistel setzen ja auch Menschen ein. Als ich mal einen Medikamentencocktail nehmen musste, hab ich lieber auf Mariendistel zurückgegriffen als auf Kapseln. Und bei den Wellis habe ich tatsächlich gute Erfahrungen damit gemacht. Der Kot hat sich verbessert und die Leber zumindest nicht verschlechtert. Genauso wie mit Hepar comp. Wobei ich mittlerweile keine Kuren mehr mache, denn es dauert sehr lange, bis es im Körper ankommt. 4 Wochen hab ich mindestens gegeben
Zudem hinterher über den gleichen Zeitraum Renes visc., denn Leber vs. Niere und andersrum. Alles in allem kostet das viel Geld. Man kann natürlich auch Brennnessel in jeglicher Form geben.
Ein Röntgenbild fänd ich auch sinnvoll.
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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von vögelchen » Do 5. Apr 2018, 18:50

Hallo Susi,
glaub mir, ich kann Deinen Unmut / Deine Verunsicherung sehr gut verstehen... :troest: Nur manchmal ist es einfach wirklich so - Du schreibst selbst, dass Du jetzt das erste Mal mit einer größeren Erkrankung zu tun hast, und bis jetzt mit Deiner TÄ immer zufrieden warst... D.h. ja aber auch, das Du im Grunde noch gar nicht wirklich beurteilen kannst, wie gut sie bei Erkrankungen ist, die über das "normale" Maß hinausgehen - und da haben andere halt schon ihre (nicht unbedingt nur positiven) Erfahrungen gemacht... :( Dass man so etwas dann nicht auch noch gerne hört ist klar - aber ist es nicht besser, es wird Dir gesagt, als wenn Du ggf. auf Mumples Kosten diese Erfahrungen erst selbst machen musst? So kannst Du Dir ja überlegen, ob Du evtl. noch eine Zweitmeinung einholst - Möglichkeiten dazu hast ja...

Nächsten Monat werden es zwei Jahre, dass ich den kleinen Capi übernommen habe. Er wurde bei der Vorbesitzerin von einer vogelkundigen TÄ betreut, die ihn fast ein Jahr lang auf Kropfentzündungen behandelt hat - das kleine Kerlchen hatte ein furchtbares Martyrium hinter sich, war schon in einem schlechten Zustand und wäre auch daran gestorben... Ich hatte dann auch selbst Kontakt zu dieser TÄ, sie war sehr nett und macht aufs Erste auch einen recht kompetenten Eindruck - und sie hatte mir wegen Capis Keimen dringlich davon abgeraten ihn aufzunehmen... Capi sollte alleine bleiben, weil er aus ihrer Sicht eine Gefahr für andere Wellis war... Capi wurde auf eine Reise von fast 600km geschickt, hier untersucht und operiert - und die Kropfentzündungen und Keime sind Vergangenheit... Die TÄ hatte einen riesigen Fremdkörper Capis Kropf nicht diagnostiziert, obwohl er schon von außen zu fühlen war...
Warum ich Dir das hier schreibe? Ich glaube manche TÄ werden wahrscheinlich auch einfach etwas betriebsblind, wenn sie jahrelang alleine in ihrer Praxis tätig sind. In Kliniken ist das anders, weil da immer mehrere Ärzte sind - und nicht immer nur einer "sein Ding" macht...
Sabine hat geschrieben:
Mi 4. Apr 2018, 17:34
auch wenn die Verfärbungen Anzeichen von einem Leberproblem sind, hätte die TÄ ein Röntgenbild machen müssen um sehen zu können wie weit die Krankheit fortgeschritten ist.
Ein Ausgangsbefund ist da sicherlich nicht schlecht, aber es kann sich eben auch eine Hepatits dahinter verbergen - und dann sollte Mumples schnellstens mit einem AB behandelt werden. Einblutungen in Schnabel und Krallen sind wirklich schon sehr ernst zu nehmen!

Was eine Narkose für das RÖ angeht: Da gehen, wie bei so vielen Dingen, die Meinungen auseinander... Manche TÄ meinen eine kurze Narkose sei besser als der Stress... Ich weiß nicht mehr, wie viele unzählige Male meine Wellis schon geröntgt wurden - und es hat noch kein einziger eine Narkose dafür bekommen. Und es ist, auch wenn der Welli schon schwerkrank war, auch noch kein einziger dabei oder kurz danach gestorben.
Le Bou hat geschrieben:
Do 5. Apr 2018, 07:47
Das Hepar comp ist eine Injektionslösung und ist Alkoholfrei!
Du hattest Hepar Tropfen geschrieben - und ich weiß leider, das es TÄ gibt, die auch für Wellis Tropfen mit Alkohol verordnen...
Das Hepar comp. gebe ich selbst auch immer wieder mal :passtgirl: Aber es reicht hier eben sicherlich nicht aus...

Liebe Grüße :troest: und alles Gute für Deinen kleinen Mumples! :daumendrück:
Und es meint hier bestimmt niemand irgendwie böse... :gimme5:

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Re: Mumples und die Leber

Beitrag von ela67 » Do 5. Apr 2018, 19:51

Hallo Susi ! :winke2:
Ich lese hier still mit.
Da ich jetzt auch wieder einen Patienten mit Leberprobleme habe und
Ole der ja einen Lebertumor hatte (dem damals der Doc nur maximal noch 4-6 Wochen
zu leben gab und er noch ganze 8 Monate hatte) kann ich dir noch Globuli für die Leber,
wo ich auch benutze und bei Ole benutzte empfehlen. Werden übers Trinkwasser gegeben.
Und ein Versuch ist es allemal wert. Schaden tun sie ja nicht. Es sind die ReVet 5 Globuli.
Auch habe ich in den 8 Monaten wo Ole so krank war, zweimal eine 6 wöchige Leberkur gemacht.
Also spezielles Futter für Lebererkrankungen.
Für deinen Mumples die besten Genesungswünsche ! :daumendrück: :troest:
Liebe Grüße, ela, oskar, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety, ole und butschi ! :fly:
Vögel können fliegen, weil sie völliges Vertrauen haben (James M. Barrie)

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