Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

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RonaldGottwald
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Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von RonaldGottwald » Di 30. Okt 2018, 11:42

Hallo,

seit der letzten Mauser hat unser Puschel gespreizte Schwanzfedern. Erst fanden wir das noch ganz lustig, aber die nachwachsende Feder sieht sehr komisch aus. Muss die ggf. gezogen werden, damit eine neue nachwachsen kann? Kann das was schlimmes sein, oder sieht es nur komisch aus und wird noch?
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Die gucken alle noch etwas verschlafen, weil wir das Bild direkt am Morgen beim Aufwachen gemacht haben :)
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Er ist top fit, spielt, frisst, ist süß... alles ok bisher.
Vielen Dank für eure Tipps.

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Wellibert Till
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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von Wellibert Till » Di 30. Okt 2018, 12:33

Es gibt beim Federwachstum nichts, was es nicht gibt. :glotz: :daumendrück:
Natürlich ist das ungewöhnlich. Da Puschel ansonsten aber fit ist, würde ich ihn lassen und beim nächsten Besuch des vogelkundlichen Tierarztes einfach mitnehmen und vorstellen.
Ziehen würde ich die Feder auf keinen Fall.

Alles Gute für Euch
:daumendrück:
Es grüßen auch die Herzensbrecher Herbert, Frieda, Konrad, Fritz, Hilde, Hans im Glück, Adele, Lisbeth, Kurt, Berta, Käthe, Walter, Ludwig, Karl, Heinz, Isolde, Trine, Luise, Oskar, Waltraud, Franz, Alfons, Renate, Theo und Dora

spooky
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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von spooky » Di 30. Okt 2018, 13:29

Die ersten Verdächtigen wären wohl Mangelernährung oder Gefiedervirus.

Ich würde einfach mal eine zeitlang Korvimin oder Prime geben, so lange die Bande nicht zu brutig wird.

Und viel Badegelegenheit, damit sich der Schaft leichter löst.

RonaldGottwald
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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von RonaldGottwald » Di 30. Okt 2018, 13:56

Die kleinen bekommen täglich frisches Gemüse (Gurki, Sellerie, Mörchen, Paprika, Tomate immer im Wechsel), Kräuter und hin und wieder Obst (Apfel). Körner nicht so viel, damit sie nicht zu dick werden. Ansonsten keine "Zusätze" ... Korvimin und Prima google ich gleich mal. Danke.

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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von vögelchen » Di 30. Okt 2018, 14:45

Diese eingeschnürten Federkiele und struppigen Federn sind ganz charakteristisch bei PBFD. Manchmal kommt das auch so vor, wenn die Leber aus anderen Gründen sehr stark belastet / überlastet ist. Man sieht die Stockmauser bei Puschel ja auch deutl. am Rückengefieder. Du solltest unbedingt etwas zur Leberunterstützung geben. Auch PBFD spielt sich nicht im Gefieder ab, sondern wird dort nur äußerlich sichtbar. Das eigentliche Geschehen ist in den inneren Organen, schwerpunktmäßig in der Leber - und die solltest Du unbedingt unterstützen.
Korvimin ist sicherlich sehr gut als zusätzlich Mineralstoffunterstützung, wird hier aber grundsätzlich nichts ändern, denn eingeschnürte Federkiele haben nichts mit einem Nährstoffmangel zu tun.
Auf gar keinen Fall darfst Du die Feder(n) ziehen!!! Das kann extrem schlimme Blutungen zur Folge haben! Das Dunkle, was Du über der Einschnürung siehst, sind Blutgefäße, die sich noch nicht richtig zurückgezogen haben, d.h. der Federkiel ist noch stark durchblutet - und das ist typisch für PBFD. Dazu passt auch, dass Puschel ansonsten fidel ist und keinerlei Krankheitssymptome zeigt. :wink:

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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von RonaldGottwald » Di 30. Okt 2018, 23:35

ich war heute beim Vogelkundler mit ihm (bei unseren Wellis warte ich ungerne zu lange, ... dann lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig...)
Er meinte es ist alles gut und topfit bei ihm. Ihm fehlt ein Mädels, was ihn mal ordentlich putzt... aber irgendwie steht er nur auf die Jungs im Schwam und spielt und schmust immer mit denen rum.. die Mädels mag er nicht. Vielleicht war nicht die RIchtige dabei.
Korvimin hat mir der Arzt heute auch gegeben. Das bekommen jetzt alle täglich von uns - kannte ich vorher gar nicht.
Was könnte ich ihm zur Leberunterstützung geben?

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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von MaggalW » Mi 31. Okt 2018, 08:29

Wir haben einen ziemlich ähnlichen Fall:
Fritzi. Bei ihm sehen die Federn ab und zu genauso aus. Auch das haben wir mal unserer vkTä gezeigt.
Sie sagte, dies sei kein Mineralstoff/ Vitaminmangel, sondern einfach dem geschuldet, daß sich der Vogel
(warum auch immer) nicht ausreichend putzt, bzw. an manche Stellen nicht hinkommt.

Leberunterstützung:

Flor de Piedra D4 Globuli (5 St./100ml) ins Trinkwasser und oder Carduus vet. Ampullen (10 Tr./100ml), (wenn die Leberwerte noch nicht sooo schlecht sind).

Etwas schwieriger schnabulös: Legalon protect mit Lactulose gemischt.(bei erhöhten Leberwerten).
1 Kapsel/ 1ml Lactulose davon so 0,04ml je nach Gewicht. Überdosierung lt. vkTä kaum möglich.

Ich würde mal bei Gelegenheit Blut analysieren lassen, wenn Du Dir Sorgen machst.

Korvimin bzw. PRIME: Da gehen die Meinungen auseinander, was besser ist. Achte jedoch auf die Dosierung oder Google mal nach,
diese Mittel können sehr wohl überdosiert werden. Wir verwenden PRIME.
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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von vögelchen » Mi 31. Okt 2018, 09:29

Sorry, wenn ich das jetzt so deutl. sage: Wenn ein Kleintierarzt eine solche Aussage macht, dann ist das eben so... Aber wenn ein vogelkundiger TA bei dem Gefiederbild eine solche Aussage macht, dann finde das schon erschreckend und wüsste für mich, dass ich diese Praxis nicht wieder aufsuchen würde!
Eingeschnürte Federkiele sind nie normal und in Ordnung! Dass so etwas damit zu tun haben kann, dass sich der Welli dort nicht richtig putzt, kann sein, wenn schwere Arthrosen vorliegen und er da wirklich nicht mehr hinkommt - aber dann hat er garantiert auch noch andere sichtbare Probleme. Hast Du schon mal gesehen, dass Wellis sich gegenseitig die Schwanzfedern oder den unteren Rückenbereich putzen??? ich habe das in den vielen Jahren meiner Wellihaltung - in meinem großen Schwarm! - wirklich noch nie gesehen...

Ich selbst finde die Diagnose PBFD längst nicht so dramatisch, wie viele andere auch heute noch, denn es ist einfach unglaublich weit verbreitet. Viele Wellis zeigen gar keine Symptome (sind nur Träger des Virus), andere zeigen Symptome wie Dein Puschel - und dann gibt es eben leider auch die ganz schweren Verläufe. Ich selbst habe einen PBFD-positiven Schwarm - meine Wellis sind befiedert und fliegen munter durch die Wohnung. Es muss ja bei Deinem Puschel nicht zwingend PBFD sein, aber eine Leberbelastung liegt bei einem solchen Bild einfach vor - wodurch auch immer...
Ich finde es wichtig das zu wissen, denn dann kann man vieles bei den Wellis einfach besser einschätzen...

Zur Leberunterstützung gebe ich Alamin über das TW. Das sind Aminosäueren, die den Leberstoffwechsel unterstützen. Legalon (oben empfohlen) ist Mariendistel, das kannst Du aber auch in Form von Phyto Hepar über das TW geben. Mariendistel dient als Zellschutz in der Leber. Die beiden Mittel ergänzen sich sehr gut.
Homöopathisch kannst Du auch Hepar comp. Amp. ins TW geben.

Sorry nochmal für meine klaren Worte - aber hier zweifele ich die Vogelkundigkeit Deines TA wirklich ganz erheblich an... :weissnicht:
Schaue Dir einfach mal Bilder zu PBFD an - da kannst Du die Federn von Puschel gleich mit dazu tun... Solltes Du auch bei "birds-onlie" landen, dann gerate aber bitte nicht in Panik! Die Dramatik mit der PBFD dort beschrieben wird, ist heute längst widerlegt!

Das was ich Dir hier jetzt geschrieben habe, ist nicht einfach nur meine Meinung, sondern die Forschungsergebnisse und Erfahrungen einer sehr renommierten und international anerkannten Vogelklinik. Und meine eigenen Erfahrungen über ganz viele Jahre... ;)

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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von MaggalW » Mi 31. Okt 2018, 09:41

vögelchen hat geschrieben:
Mi 31. Okt 2018, 09:29
Sorry, wenn ich das jetzt so deutl. sage: Wenn ein Kleintierarzt eine solche Aussage macht, dann ist das eben so... Aber wenn ein vogelkundiger TA bei dem Gefiederbild eine solche Aussage macht, dann finde das schon erschreckend und wüsste für mich, dass ich diese Praxis nicht wieder aufsuchen würde!
Eingeschnürte Federkiele sind nie normal und in Ordnung! Dass so etwas damit zu tun haben kann, dass sich der Welli dort nicht richtig putzt, kann sein, wenn schwere Arthrosen vorliegen und er da wirklich nicht mehr hinkommt - aber dann hat er garantiert auch noch andere sichtbare Probleme. Hast Du schon mal gesehen, dass Wellis sich gegenseitig die Schwanzfedern oder den unteren Rückenbereich putzen??? ich habe das in den vielen Jahren meiner Wellihaltung - in meinem großen Schwarm! - wirklich noch nie gesehen...
Starker Tobak! Ich schicke Dir mal die Vogelkundige Praxis per PN. Die Leiterin war mal Chefin der LMU. Zum putzen:
Da hast Du Recht:Sichtbare Probleme: LIPOM. Auch zum gegenseitigen putzen (Schwanzfedern) geb ich Dir Recht.

PBFD: Mmmmh.....weiß nicht, ob nach 11 Jahren (Fritzis Alter) einfach so PBFD auftritt. :weissnicht: .

Ansonsten: Lieber klare Worte als rumeiern. Das passt schon.
Gruß
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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von vögelchen » Mi 31. Okt 2018, 10:50

MaggalW hat geschrieben:
Mi 31. Okt 2018, 09:41
PBFD: Mmmmh.....weiß nicht, ob nach 11 Jahren (Fritzis Alter) einfach so PBFD auftritt. :weissnicht: .
Er kann schon lange Träger sein, und irgendwann zeigt es sich... Es kann aber auch, gerade in dem Alter, natürlich einfach "nur" die Leber sein. Um das herauszufinden müsste man es halt testen lassen.
Aber ich verstehe es einfach nicht, wie eine vk TÄ solche Aussagen , wie oben geschrieben, machen kann... :weissnicht: Dazu habe ich Dir auch etwas per PN geschrieben, was meine Meinung hier nur noch untermauert - auch wenn die Praxis vk ist und eine super HP hat... Die Realität sieht hier leider :( etwas anders aus... :sad:

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Re: Schwarzer Federschaft, gespreizte Schwanzfedern

Beitrag von Lumy » Mi 31. Okt 2018, 11:56

Ich stimme Michaela (Vögelchen) in allem Punkten zu :passtgirl:
Mein erster Eindruck bei den Fotos war auch PBFD.
Alles Gute für deinen Kleinen :daumendrück:
Elke und die Mäusekinder: Luis, Kimba, Maja, Sally, Blümchen Mimo, Mäxchen, Biene
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