Geschwür am Flügel

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Fr 3. Sep 2010, 19:35

Vielen Dank für eure Tipps und Links.

Also, nachdem ich jetzt ein bisschen darüber gelesen habe, scheint mir das Krankheitsbild nicht zu den Geschwüren bei Knuddel zu passen. Bei Papillomatose wird ja anscheinend die Schleimhaut befallen, aber keiner von Knuddels (sichtbaren) Tumoren ist ein Tumor auch nur in Schleimhautnähe.

Nun ja, irgendwann braucht er ja sicher wieder eine Schnabelkorrektur und dann kann ich mir ja die Meinung von Tierarzt Nr. 4 anhören. Der sollte dann aber gut sein, denn das ist die letzte vk Möglichkeit in einem weiten Umkreis!

In die Klinik, in der ich jetzt mit ihm war möchte ich eigentlich nicht wieder. Die haben dort keine getrennten Behandlungsräume, sondern nur behandlungsnischen, so dass alles sehr laut und stressig ist. Bei der Anamnese hatte ich Probleme, mich verständlich zu machen, weil 3 m weiter ein Hund gebellt hat, was das Zeug hielt. :rolleyes:
Und Knuddel hat sich bei der Untersuchung aufgeregt wie noch nie in seinem Leben. Ich dachte, er kriegt jetzt gleich einen Kollaps. :(
Liebe Grüße von Ondula

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Mo 6. Sep 2010, 07:59

Das Geschwür am Rücken ist weg!
Die Haut ist noch verkrustet, sieht nicht ebenmäßig aus usw. aber ich kann keine Umfangsvermehrung mehr tasten!
(Wie) kann denn das sein?
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peraw

Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » Mo 6. Sep 2010, 08:18

Meines Wissens nach können Papillome auch auf der Haut entstehen, selten zwar, aber möglich. Ähnliche Optik kann durch Herpes-Viren hervorgerufen werden. Da weiß ich allerdings nicht, ob das andere Stellen als die Schleimhäute betreffen kann. Ist doch schön, wenn es sich als behandelbar herausgestellt hat und kein Tumor ist. Allerdings könnte es ggf. sein, dass diese Geschwüre wieder auftreten. Das muss auch nicht an den selben Stellen sein. Darum solltest du den Fratz am ganzen Körper gut beobachten.

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Sa 18. Sep 2010, 09:29

Update:

Knuddels Haut am Flügel ist unauffällig, die Haut am Rücken noch rosa-derb, aber ohne Umfangsvermehrung.
Heute morgen habe ich ihn abgeblasen und abgetastet und konnte nirgendwo eine Geschwür-Neubildung erkennen.

Der Schnabel sieht aber immer noch nach Leberproblem aus.

Ansonsten ist Knuddel fit wie ein Turnschuh. Und er wiegt mittlerweile auch wieder 49 g.

Jetzt frage ich mich, ob ich weiterhin das Rheumocam geben soll. Schmerzen scheint er keine zu haben. Und das Rheumocam belastet die Leber ja zusätzlich. Mal davon abgesehen, dass er es natürlich hasst, täglich gefangen zu werden.
Was meint ihr?

Nächste Woche werde ich auch versuchen, den TA, der ihm das verschrieben hat, telefonisch zu erreichen.
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von Madeleine » So 19. Sep 2010, 15:59

Das ist ja super!! :jippieh:
Ich kenne Rheumocam nicht. Wenn es gegen Schmerzen helfen soll und Du denkst, Knuddel geht es bedeutend besser, kannst Du ja die Dosis reduzieren und genau beobachten, ob es eine Verhaltensänderung gibt.
Natürlich ist es sinnvoll mit dem vogelkundigen Tierarzt darüber zu sprechen, aber da es eine Art Zusatzmittel zu sein scheint, denke ich es ist verantwortbar die Dosis zu reduzieren.
:wink:
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » So 19. Sep 2010, 20:19

Hallo Madeleine,

Rheumocam ist ein Schmerzmittel und Entzündungshemmer mit dem Wirkstoff Meloxicam. Der bekanntere Handelsname ist wohl Metacam.
Ich habe Knuddel heute nichts gegeben und er war so lebhaft wie sonst auch. Wenn man Lily fragt, vielleicht sogar etwas ZU lebhaft. :angel:
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » So 19. Sep 2010, 20:27

Ich vermute nach deiner Aussage mal, dass Rheumocam dann auch in verdünnter Form verabreicht wird, wie das Metacam oder auch das Meloxidyl?

Diese Mittel bauen soweit ich weiß, bei regelmäßiger Anwendung einen Spiegel auf. Bei unserem Mäxchen macht sich das Absetzen des Meloxidyls nach 2-3 Tagen extrem bemerkbar. Eine Gabe alle zwei Tage hat sich bei Mäxchen nicht bewährt. Wir sind gerade in der Phase, wo wir das Medikament nach Absprache mit dem vk TA immer weiter verdünnt geben, bis wir die Minimaldosis erhalten, die ihn schmerzfrei hält.

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von Wellimaniac » Mo 20. Sep 2010, 10:30

Rheumocam = Metacam ;)
Wenn der Vogel kein Schmerzmittel mehr braucht, bitte umgehend absetzen. Schmerzmittel müssen nicht langsam runterdosiert werden. Sinnvoll ist eh nur ein konstanter und genügend hoher Wirkspiegel. Eine intervallmäßige Gabe ist bei Schmerzmitteln kontraindiziert und macht auch überhaupt keinen Sinn, es sei denn, man möchte ein ausgeprägtes Schmerzgedächtnis. Entweder das Tier hat Schmerzen, dann sollte es die Dosierung seinem Gewicht angepasst sein und regelmäßig gegeben werden, oder das Tier hat keine Schmerzen und braucht kein Mittel. ;)
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » Mo 20. Sep 2010, 10:47

Huch, hatte ich mich falsch ausgedrückt? Mir ging es nicht um langsames Runterdosieren bzw. Ausschleichen des Medikaments , sondern um niedrigste Dosierung zur Erhaltung der Schmerzfreiheit bei Dauerbedarf rauszufinden, um die Organbelastung geringer zu halten, falls Anzeichen für Schmerzen binnen 1-2 Tage wieder auftreten.

Mäxchen soll lt. vkTA erstmal dauerhaft mit Meloxidyl behandelt werden, da dieses bei ihm der Fall ist.

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Mo 20. Sep 2010, 19:44

So, ich habe eben mit dem Tierarzt gesprochen.

Er konnte es kaum fassen und meinte, dass er so einen Fall noch nie erlebt hat. :idee:
Aber er hat sich mit mir gefreut. :)

Ich habe nochmals direkt gefragt, ob es Papillomatose gewesen sein könnte, aber er hat gemeint, dass es, da es UNTER der Haut war, auf keinen Fall Papillomatose gewesen sein kann.
Warum sich die Tumoren zurückgebildet haben, wusste er nicht. Er meinte, bei Säugetieren wirke Rheumocam des Öfteren wachstumshemmend auf Geschwüre. Aber eine Rückbildung sei schon außergewöhnlich.

Da das Rheumocam aber möglicherweise einen Anteil an Knuddels "Wunderheilung" hat, soll ich es weiter geben.
Der TA meinte, dass das für die Leber auch kein Problem sei.

@peraw:
Ich vermute nach deiner Aussage mal, dass Rheumocam dann auch in verdünnter Form verabreicht wird, wie das Metacam oder auch das Meloxidyl?
Ich habe eine fertige Suspension (1,5 mg / ml), von der ich täglich einen Tropfen schnabulös verabreiche. Verdünnt wird da nix. :conf:
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » Mo 20. Sep 2010, 19:58

Danke für die Info. Schon toll, dass es dem Fratz besser geht. Manchmal gibt es auch bei Menschen unerwartete Spontanheilungen, die sich keiner erklären kann. Eigentlich ist ja auch egal, warum es so ist - hauptsache es ist so und bleibt auch so. :daumendrück:

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Mo 20. Sep 2010, 21:17

Eigentlich ist ja auch egal, warum es so ist - hauptsache es ist so und bleibt auch so. :daumendrück:
Genau das habe ich dem Tierarzt auch gesagt! :)
Und vielen Dank fürs Daumendrücken!
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Fr 1. Apr 2011, 21:47

Es geht leider wieder los. :sad:

Heute habe ich unter Knuddels anderem Flügel wieder eine Umfangsvermehrung entdeckt.
Sieht aus wie die, die unter dem anderen Flügel war, ist im Moment noch erbsengroß.
Werde morgen die TÄ anrufen. :(
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » Fr 1. Apr 2011, 21:53

Och menno, wäre schön, wenn es mal ruhig geblieben wäre.

Mal wieder fest die Daumen drücke für die Maus. :daumendrück:

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von Manu2211 » So 3. Apr 2011, 09:47

Sowas blödes aber auch, ich drücke Knuddel ganz fest die Daumen. :daumendrück:
Liebe Grüße von der Federlosen Manu und den Gütsler Geiern

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von Wellimaniac » Mo 4. Apr 2011, 11:14

Hallo,

och Mensch, das tut mir sehr leid. Im Zweifelsfall würde ich wieder mit Rheumocam anfangen, warum auch immer, scheint es sich ja positiv auf die Geschwüre ausgewirkt zu haben. Ich würde diesmal aber eine kleine Gewebeprobe per Kanüle entnehmen lassen, damit ihr endlich mal wißt womit ihr zu tun habt. Ich drücke euch jedenfalls fest die Daumen, dass alles wieder so gut zurückgeht wie beim letzten Mal. :daumendrück:
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Mo 4. Apr 2011, 20:05

Danke für eure guten Wünsche. Ich hoffe ja auch auf ein zweites Wunder, aber realistisch ist das wahrscheinlich nicht ...
Im Moment scheint es Knuddel aber noch sehr gut zu gehen. Wer sich mit Wonne in nasser Petersilie wälzt und nicht ohne "Füßchenzucken" neben einer Henne sitzen kann, scheint sein Leben ja offenbar zu genießen.

Dummerweise ist die vk Tierärztin diese Woche in Urlaub. Ich hab mit der Tierklinik jetzt ausgemacht, dass ich abwarte, bis sie wieder da ist, außer Knuddel geht es plötzlich akut schlechter.

Rheumocam habe ich noch da und gebe es jetzt wieder 1x täglich. Wer weiß, vielleicht hilft es ja wieder. das wäre schön.
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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von Basilikum » Mo 4. Apr 2011, 20:16

Hallo Ondula,
hier sind die Daumen auch ganz fest für Knuddel gedrückt. :daumendrück:

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von ondula » Do 14. Apr 2011, 17:39

Hallo,

gestern war ich mit Knuddel in der Tierklinik.
Die TÄ meint, dass der Tumor ein Fibrosarkom ist und möchte operieren. Sie sagt zwar, dass die Rezidivwahrscheinlichkeit trotz OP bei Fibrosarkomen relativ hoch ist, aber wenn man nicht operieren würde, könnte es sein, dass Knuddel sich den Tumor aufbeißst und verblutet.
Jetzt sei er zwar noch klein und das Risiko nicht so gr0ß, aber dafür sei auch die OP natürlich leichter, wenn der Tumor noch klein ist.

Jetzt haben wir also für nächsten Mittwoch einen OP-Termin. Wegen der Narkose mache ich mir schon ziemlich Sorgen ... :confused:
Liebe Grüße von Ondula

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Re: Geschwür am Flügel

Beitrag von peraw » Do 14. Apr 2011, 19:55

Jede Narkose ist ein Risiko, aber die andere Alternative schaut auch nicht viel besser aus. So eine Blutung lässt sich mitunter nicht gut stillen und wenn du grad mal nicht daheim bist, kannste nicht mal den Versuch machen, ihm zu helfen. Ich hoffe, er übersteht den Eingriff gut und lässt sich Zeit mit neuem Tumorwachstum. :daumendrück:

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