Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

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Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Di 12. Jun 2018, 21:43

Hallo ihr alle,

ich habe die Frage, wer bestimmt eigentlich, wieviel ein Welli kostet?
Sind die Züchter da völlig frei, wieviel sie nehmen?
Von 70€, 100€ und 150€ war die Rede. Sie sollen zwar zutraulich sein,
sind Painted und aufgehellt, australische Schecken, EGG und ein Halbstandard.
Sind diese Preise gerechtfertigt?
Bin auf eure Meinung gespannt.
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Flogli » Di 12. Jun 2018, 22:43

Tiere haben doch keinen materiellen Wert, sowie wir Menschen auch nicht
Ich denke, das sucht sich Jeder selbst aus, der Tiere "verkauft". Die Zoohandlungen zahlen sicher weniger an den Züchter als hinterher der "Verbraucher" an die Händler.
Manche Menschen z.b. in den Kleinanzeigen gehen da bestimmt nach Farbe, Alter und Pflege, vielleicht brauchen sie aber auch ein neues Schuhregal.
Ich habe bisher bis auf einen Hahn keinen Cent für einen Welli bezahlt (Das sieht in der Tierarztkasse ganz anders aus :confused: )
Ein sehr missstimmendes Thema für mich, kein Angriff an dich, bitte nicht falsch verstehen :blumen:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von MaggalW » Di 12. Jun 2018, 22:58

Diesen Verbrechern noch Geld in den Rachen werfen? Ich bestimmt nicht (mehr). Wir haben einmal den Fehler gemacht:
HANNI und FIBI sind so zu uns gekommen.
Eine Rainbowzüchterin hat sie angeboten als handzahm. Wir waren noch ziemlich am Anfang der Wellihaltung und sind auf so einen Mist auch noch reingefallen :schlag: . Die beiden waren (Hanni R.I.P)/ Fibi sind die scheuesten im Schwarm überhaupt. Es mag Ausnahmen geben bei Züchtern, mir ist noch KEINE solche Ausnahme untergekommen
oder bekannt.

Was mir heute noch leid tut: Was war/ist, wenn die beiden Hennen von ihrem Partnervogel weggerissen wurden, bloß
weil wir sie haben wollten???

Wir haben für uns entschieden: NIEMEHR vom Züchter. Das Internet ist voll von traurigen Wellis die ein Dasein fristen,
das man heulen könnte. 1000mal lieber einem solchen Geschöpf ein lebenswertes Leben bieten als die Zuchtmafia zu
unterstützen. Den meisten ist es doch schei..egal was mit dem Welli beim neuen Besitzer passiert.

So, jetzt brauch ich erstmal ein Beruhigungsbier. Sorry wenn ich so aufgegangen bin !
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Di 12. Jun 2018, 23:21

Flogli hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 22:43
Tiere haben doch keinen materiellen Wert
So wollte ich das auch nicht verstanden wissen. Mir ging es um den Wucher (?).
Dürfen Züchter nehmen was sie wollen? Das war meine eigentliche Frage.

Inzwischen ist mir eingefallen, das man ja keine Zuchtgenehmigung mehr braucht,
also dürfte auch klar sein, das da keine Grenzen gesetzt sind.

Die Zuchtmafia unterstützen möchte ich auch nicht. Ich wollte auch nicht, das
MaggaIW nun ein Beruhigungsbier braucht. :) Ich habe die Preise als Wucher
empfunden und ich hatte deshalb diese Frage.
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geli01 » Di 12. Jun 2018, 23:22

Die Frage ist sehr kontrovers, hauptsächlich hier im Tierschutz :glotz: kommt sie sehr oft ins Forum. Manchmal in der Form der Frage mit den Kosten für einen Tierarzt. Wir haben auch schon mal einen Schreck bekommen wenn wir die überhöhten Preise für ein Tier hören ( aus welchem Grund auch immer , auch wenn es eine seriöse Zucht ist) :nudelholz: Der Aufwandt um einen Vogel Artgerecht ohne Inzuchtschäden aufzuziehen ist bestimmt nicht so gering wie es auch manche glauben mit guten Bedingungen und gesunder Pflege bzw. die Brut auch lange genug bei den Eltern zu lassen damit ein gutes Sozialverhalten entsteht........Also mit viel Liebe zum Detail der Welliezucht :loving: . Das jedoch in € umzurechnen ist, glaube ich sehr schwierig einem Vogelliebhaber geschweige dann denen aus dem Tierschutzforum an den Mann bzw. an die Frau zu bringen . Wir haben doch auch einen der gut züchtet , wie ich vor noch nicht allzu langer Zeit gelesen habe, an die du diese Frage mal als PN stellen solltest.
Wir haben gerade in diesem Jahr schon für die TA- Kosten bei weitem die Anschaffungssumme ( die Du erwähntest ) um einiges überschritten und manchmal fragen wir uns auch ob wir nicht die ganzen Schäden einiger Züchter sei es durch Megas und oder Pbfd oder Tumore ( Inzucht) ausbügeln. Dadurch sind den unseriösen Züchtern auch die Tore geöffnet so weiter zu machen, da ja immer noch einige da sind um die armen Geschöpfe auffangen...... :nacht:
Es ist also ein schwieriges Thema dann auch noch den Anschaffungspreis dagegen zu stellen. Ich glaube da stehen wir nicht alleine .... :oehm:
Mag alle Wellies die Nichtflieger und natürlich auch die Senioren !

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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Di 12. Jun 2018, 23:44

Es ist wirklich ein schwieriges Thema.
Ich habe mich sehr erschreckt als ich die Preise gelesen habe und habe sie als
Wucher empfunden.
Andererseits ist es auch nicht richtig, Wellensittiche für 5€ abzugeben. Das macht es
leicht, das Tier dann auch schnell wieder abzugeben, wenn es dem Besitzer nicht mehr gefällt.
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Ringeltaube » Di 12. Jun 2018, 23:58

Also ich finde ich es eigentlich gut, wenn die Anschaffung eines Wellensittichs beim Züchter teuer ist.
Für viele Menschen definiert sich doch der Wert von etwas über den Preis, und ich denke mir, dass einige Menschen mit einem Vogel, der sie viel Geld gekostet hat, eher zum Tierarzt gehen und sich besser um ihn kümmern, als wenn man so lapidar sagt, ach, da kauf ich mir halt einen neuen!
(Da krieg ich ja schon Schnappatmung, wenn ich den Satz nur hinschreibe!)

Was mich persönlich eher als die Preise beim Züchter irritiert ist, wenn jemand seine eigenen Wellis in andere Hände abgibt und dann auch noch Geld dafür möchte. Es ist doch ein großes Glück, wenn ich für meine Tiere ein gutes neues Zuhause finde, auf den neuen Halter kommen ja schließlich auch durch die Tiere neue Kosten zu. Und dann soll ich demjenigen auch noch Geld geben, wenn ich mich in Zukunft um seine Tiere kümmere. Und am besten noch einen alten Käfig mit abkaufen, damit der frühere Halter auch seine Anschaffungskosten wieder zurück bekommt und nix mehr rumstehen hat!
Damit habe ich durchaus ein Problem.

Vielleicht liege ich mit meiner Meinung ja falsch, bin gespannt, wie ihr das seht!
:wink:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Mi 13. Jun 2018, 00:17

Ringeltaube hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 23:58
Also ich finde ich es eigentlich gut, wenn die Anschaffung eines Wellensittichs beim Züchter teuer ist.
Für viele Menschen definiert sich doch der Wert von etwas über den Preis, und ich denke mir, dass einige Menschen mit einem Vogel, der sie viel Geld gekostet hat, eher zum Tierarzt gehen und sich besser um ihn kümmern, als wenn man so lapidar sagt, ach, da kauf ich mir halt einen neuen!
Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich habe mich, glaube ich, total falsch ausgedrückt.
Meine Frage war, dürfen Züchter nehmen, was sie wollen? Guckt da niemand drauf?

>Was mich persönlich eher als die Preise beim Züchter irritiert ist, wenn jemand seine eigenen Wellis in andere Hände abgibt und dann auch noch Geld dafür möchte.<

Würde ich nicht machen. Ich wäre doch froh, wenn meine Wellis in gute Hände kämen und
gut für sie gesorgt werden würde.
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von spooky » Mi 13. Jun 2018, 08:17

Also Züchter sind per se böse und wenn ein Züchter sich ein paar mehr Gedanken macht und sich das dann (richtigerweise) im Preis nieder schlägt, dann ist es ein Wucherer.

Sehr schön. :D

Euch ist hoffentlich schon klar, dass Ihr ohne Züchter keine Haustiere hättet?


Preis: der faire Preis ist der , wo sich zwei Personen einig sind. Dem einen ists genug zu kriegen, der andere ist bereit, genau so viel zu geben. Wenn ich eine Farbe will, die sonst keiner hat und dann noch zahm bitteschön - dann sind wir eben bei dreistelligen Preisen.

Wenn man das nicht will, gibt auch hübsche Wellis zum Aussuchen für 5,- Euro. Da unterstützt man dann ja auch ganz bestimmt den "Richtigen".

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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Charlie1403 » Mi 13. Jun 2018, 10:03

Um mal die eigendliche Frage zu beantworten: Ja, Züchter können ihre Tier zu jedem Preis abgeben, die andere bereit sind zu zahlen. Es gibt keine "Preislisten" oder gesetzliche Vorgaben zur Preisgestalltung. Der Preis wird sich, wie so oft, am Markt und an der Nachfrage orientieren.

Ich war einige Zeit auf einem Forum unterwegs, in dem es auch Hobbyzüchter gab, die einmal im Jahr drei-vier Pärchen angesetzt haben und die Kücken gegen eine, ich nenne es mal Aufwandsentschädigung, an Halter abgegeben haben ,die sie kannten oder genau unter die Lupe genommen haben. Da wurden dann auch mal Preise von 50-100€ genannt. Je nach Farbschlag und Gewöhnung an die menschliche Hand. Diese Preise haben aber mit Sicherheit nicht die Kosten für Haltung und Tierarztkosten abgedeckt. Wer aus Liebhaberei züchtet, zahlt immer drauf.
Wer Geld damit machen will, macht sich keine Arbeit und keine Kosten und gehört verboten.
Grüße von Dany und Azizi, BobyLucca, BigBlue, Finja, Flocke, Lexi, Lilo, Oskar, Urmel und Vroni
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Ringeltaube » Mi 13. Jun 2018, 11:57

Genau, der Preis ist eine Sache von Angebot und Nachfrage.

Was man persönlich für etwas zu zahlen bereit ist, muss man mit sich selbst abmachen. Es hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, wie gut man sich auskennt und ob man die Qualität einer Arbeit beurteilen kann.

Ich habe vor einiger Zeit, um eine Tierschutzorganisation zu unterstützen, Pulswärmer gestrickt und auf einem Markt verkauft. Hochwertige, dünne Wolle aus dem Handarbeitsladen, komplizierte Muster, jedes Paar ein Einzelstück. Verlangt habe ich zehn Euro pro Paar und habe dann noch jedem Paar einen Flyer der Organisation beigelegt.
Es haben mich doch tatsächlich ein paar "Damen" regelrecht angegriffen, das sei viel zu teuer, das könne man ja schließlich alles selber machen, und das wäre ein Wucherpreis.
Kurz darauf kam eine Handarbeitslehrerin vorbei, kaufte sieben Paar und fragte mich, warum ich das so billig verkaufen würde, das sei doch schließlich eine wertvolle Handarbeit.
Offensichtlich sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen.

Um zum Thema zurück zu kommen:
Also ich habe kein Problem damit, dass es Züchter gibt; da sind ja auch viele dabei, die das machen, weil sie die Tiere lieben. Und Sandra, Du hast recht: Ohne diese Leute hätten wir unsere Haustiere nicht.

Ich denke auch wie Dany, dass gute Arbeit ordentlich honoriert werden sollte, das sollte selbstverständlich sein.
Aber eben nur diese.

Wie gesagt, ich habe nichts dagegen, wenn ein Wellensittich bei einem verantwortungsvollen Züchter viel kostet, das ist für mich völlig in Ordnung.

Ich verstehe auch, dass ein guter Hundezüchter, der die Welpen in den ersten Monaten gut betreut, sie an die Umwelt gewöhnt und alles dafür tut, dass die Kleinen gesund an Körper und Seele aufwachsen, einen hohen Preis für die Welpen verlangt, das ist in dem Fall angemessen, weil das viel Arbeit ist und dem Tier und auch dem späteren Besitzer zugute kommt.

Ich verstehe dagegen Leute nicht, die Welpen von zweifelhafter Herkunft auf Parkplätzen kaufen, weil sie dort billig zu haben sind, so wird eine Ausbeutung der Tiere unterstützt, das hat für mich mit Tierliebe nichts zu tun.

Es gibt, wie meistens im Leben, eben immer Menschen, die ihre Arbeit verantwortungsvoll, kompetent und mit dem Herzen tun, und Menschen, die das eben nicht tun.

Ein Züchter, der bei der Zucht auf körperliche und seelische Gesundheit der Tiere achtet, sie tiergerecht hält und auch seine alten Tiere liebevoll betreut, hat meine volle Hochachtung und Dankbarkeit.
Da würde ich auch ohne Bedenken einen höheren Preis zahlen, das halte ich für angemessen, aber auch da gibt es für mich Obergrenzen (ich hab schon gesehen, dass jemand pro Welli 150€ wollte!), aber auch das muss jeder für sich entscheiden.

Was mich, wie sicher viele hier, ärgert und aufregt, sind die Menschen, die Tiere nur auf Optik züchten und dafür die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzen und dafür auch noch mit überhöhten Preisen "belohnt" werden wollen.

Braucht irgendjemand schon wieder einen neuen Farbschlag? Immer weiter weg von dem Erbgut, das die Natur durch tausende Jahre hinweg erfolgreich entwickelt hat?
Braucht so ein armer Mops eine platt gezüchtete Nase, die ihn herzkrank werden lässt? Sicher nicht.

Wenn die Tiere aber zu billig abgegeben werden, kann meiner Meinung nach auch etwas nicht stimmen, gutes Futter und tierärztliche Betreuung haben schließlich auch ihren Preis!

Ich denke, dass jeder für sich entscheiden muss, was er zu zahlen bereit ist. Aber genauso entscheiden muss ich auch, wem ich etwas zu zahlen bereit bin.

Uiuiui, das ist aber ein langer Text, sorry :rotwerd:

Offensichtlich hat das Thema bei mir irgendwas getroffen... :grinser:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von MaggalW » Mi 13. Jun 2018, 13:00

Ringeltaube hat geschrieben:
Was mich, wie sicher viele hier, ärgert und aufregt, sind die Menschen, die Tiere nur auf Optik züchten und dafür die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzen und dafür auch noch mit überhöhten Preisen "belohnt" werden wollen.

Braucht irgendjemand schon wieder einen neuen Farbschlag? Immer weiter weg von dem Erbgut, das die Natur durch tausende Jahre hinweg erfolgreich entwickelt hat?
Braucht so ein armer Mops eine platt gezüchtete Nase, die ihn herzkrank werden lässt? Sicher nicht.

Treffender kann man es nicht beschreiben!
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Mi 13. Jun 2018, 13:07

Vielen Dank für eure Meinungen.
Charlie1403 hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 10:03
Um mal die eigendliche Frage zu beantworten: Ja, Züchter können ihre Tier zu jedem Preis abgeben, die andere bereit sind zu zahlen.
Das war das was ich wissen wollte. :)

>(ich hab schon gesehen, dass jemand pro Welli 150€ wollte!)<
Von so einer Züchterin habe ich gesprochen. Das ist halt meine Schmerzgrenze für Wellis.

Und was Ringeltaube schreibt mit der Handarbeitslehrerin, die natürlich einschätzen konnte, welchen Wert so eine Handarbeit hat,
man wird es wohl nie allen recht machen können, egal welchen Preis man verlangt.
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von ela67 » Mi 13. Jun 2018, 14:06

Hallo zusammen !
Ein Thema :bibber: wo die Gemüter erhitzt.
So war das bestimmt nicht von Geierchen gewollt !
Eigentlich hatte sie ja nur eine Frage gestellt. :troest:
OK Meine Meinung dazu ist; das es auch Züchter gibt, die aus Freude züchten und nicht um daran viel
Geld zu verdienen. Ich habe ja schon von so einem Hobbyzüchter berichtet, wo damals Tweety, Ole und Oskar
herkommen. Wo mit voller Begeisterung von seinen Welli´s erzählt, einem die Elterntiere zeigt und auch anbietet,
sich bei Problemen auch zuerst an ihn zu wenden. Dieser Mann ist berufstätig und nach Feierabend am liebsten in
seinen Welliräumen. Also Züchter sind nicht perse alle nur schlecht. Ausnahmen bestätigen da die Regel.
Ich habe auch Abgabetiere. Würde auch immer wieder Abgabetiere aufnehmen. Kein Thema.
Was ich absolut nicht mehr machen würde ist einen Welli im Zoofachhandel kaufen. Waren damals meine ersten auch.
Da wußte ich es nicht besser. Ich weiß auch noch das die beiden damals, jeder 28 Euro gekostet hat. Aber wie gesagt, das war einmal.
Kommt nicht mehr vor. Ich weiß, das dies ein Forum von einem Tierschutzverein ist. Aber ich finde es viel wichtiger, egal wo jemand
seinen Welli herbekommt oder auch kauft ( natürlich ist es toll, wenn ein Abgabetier ein neues zu Hause bekommt ) ein liebenswertes,
"artgerechtes" Zuhause zu bieten. So wie es bestimmt bei Geierchen auch der Fall ist.
Liebe Grüße, ela, oskar, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety, ole und butschi ! :fly:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von spooky » Mi 13. Jun 2018, 14:19

Geierchen hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 13:07
wird es wohl nie allen recht machen können, egal welchen Preis man verlangt.

Wenn man etwas zum Kauf anbietet, muss man es nur einem recht machen - sich selber.

Seit wann bestimmen die Kunden den Preis? Die bestimmen dafür, ob sie für den Preis kaufen möchten.


Bei einem Tier über den Kauf-Preis zu sprechen, finde ich fast überflüssig, so lange es nicht wirklich unverschämte Sphären erreicht. Die wahren Kosten sind doch die Folgekosten.

Sondern man muss sich halt überlegen, was man will.


Je mehr man will (spezieller Farbschlag, gezähmt, ausdrücklich vorzeigbare Zucht), umso mehr wird es kosten.

Oder "nur" schnell einen jungen Welli, weil gerade so einer fehlt (z.B. als "Partner" für einen ebenso jungen), dann geht man vielleicht auch zu einem Züchter, der einfach nur "ok" ist und 20 Euro nimmt. Habe ich auch schon gemacht.

Oder nicht doch einen Second-Hand-Vogel, weil es davon mehr als genug gibt? Habe ich auch schon 30 Euro bezahlt, total überteuert wenn man so will, aber war mir egal.

Ein Welli bei einem Ausstellungszüchter kann übrigens auch gern mehrere 100 Euro kosten, so viel zahlen die Züchter sich dann untereinander. (Wenn der andere hofft, durch dieses Tier in seiner Zucht weiter zu kommen. Hobby eben. Kostet.)

Viele Grüsse,
Sandra

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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Geierchen » Mi 13. Jun 2018, 16:10

>Seit wann bestimmen die Kunden den Preis?<
Wollte ich nie tun.

Noch einmal konkret meine Frage: ich wollte wissen, ob Züchter ihre Preise frei bestimmen dürfen.
Nicht mehr und nicht weniger. Ich finde nun mal 150,-€ zuviel für einen Wellensittich. Jedes Tier
macht Folgekosten. Das ist mir bewusst. Davon war auch nicht die Rede.

@ Ela,

danke für Deine schlichtenden Worte. Ich denke, Du hast mich verstanden. :loving:
ela67 hat geschrieben:
Mi 13. Jun 2018, 14:06
Züchter gibt, die aus Freude züchten und nicht um daran viel Geld zu verdienen.
Ich denke auch, das es solche Züchter gibt, aber halt auch die anderen.

Es sind weder 5,-€, noch 150,-€ und mehr okay für mich. Und ich rede da nur von mir. Ich bin ja nicht hin gegangen,
habe gesagt, ich möchte diese Farbe, er soll zahm sein usw. sondern die Wellis wurden so angeboten.

Meine Frage ist aber nun beantwortet. ;)
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von ela67 » Mi 13. Jun 2018, 16:15

Ach Geierchen ! :troest:
Liebe Grüße, ela, oskar, toni, Livius, greg, hank(y) und stan sowie meine Lieblinge im Hirsehimmel : mo, billy ( genannt billyboy ) tweety, ole und butschi ! :fly:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Ringeltaube » Mi 13. Jun 2018, 18:06

Liebes Geierchen,

Du hast offensichtlich eine Frage gestellt, die Herzen und Gemüter berührt hat, das ist doch völlig o.k.! :)

Und hier müssen doch auch wirklich nicht alle einer Meinung sein, gute Güte, wäre das fad :grinser: und neue Denkimpulse bekäme man ja auch nicht, das wäre doch schade! :zwinker:

Also vielen Dank für die interessante Frage, das hat mich heute wieder einmal umfassend nachdenken lassen, ich fand das gut! :)

Liebe Grüße :wink:
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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Plüschraketen » Mi 13. Jun 2018, 22:31

Hallo,
ich melde mich kurz zu Wort. Ich habe eure Beiträge nur kurz überflogen Verzeiht mir, wenn ich nicht im Detail darauf eingehe.
Da ich selbst etwas Zuchterfahrung habe, möchte ich kurz etwas aus der Sicht des Züchters berichten.
Ich meine damit quasi den Idealfall eines Züchters, der sich lediglich auf möglichst artgerechte und gesunde Aufzucht von Küken konzentriert, also Wert auf einen guten Körperbau, ideale Aufzuchtbedingungen usw. legt, unabhängig von optischen Begehrlichkeiten oder gar Preisen auf Vogelschauen etc.
Die Zucht von Wellensittichen, wenn man es bis ins kleinste Detail korrekt durchführen möchte, ist wahnsinnig zeitaufwendig und durchaus kostspielig. Beispielsweise lässt man vorab wenigstens Kotuntersuchungen aller Bruttiere durchführen, am besten später auch von den Küken, schafft jährlich neue Nistkästen und allerlei Equipment an. Wenn man dann als Züchter das Ziel verfolgt, z.B. einfach nur die Haltungskosten (ohne Tierarzt) für das ganze Jahr wieder rein zu bekommen, wären Preise von 50-100€ pro Küken nicht abwegig. Ich habe die Part der Haltung aufgegeben, zum einen weil ich es zeitlich nicht mehr leisten kann und zum anderen, weil ich zu hohe Ansprüche an die zukünftigen Halter habe und es noch viel mehr Zeit kostet, sich mit diesen entsprechend auseinander zu setzen.

Bei hohen Preisen von Züchtern kann man leider im Umkehrschluss nicht automatisch von guter Haltungsqualität ausgehen. Da hilft es nur, sich ein genaues Bild von der Haltung und Aufzucht zu machen, die richtigen Fragen zu stellen. Man kann auch gern direkt fragen, aus welchen Faktoren sich der Preis zusammen setzt.

Ganz allgemein bin ich der Meinung, dass Kleintiere grundsätzlich viel zu günstig verkauft werden. Wären sie deutlich teurer, würden sie nicht so leichtfertig angeschafft werden und so häufig anschließend verwahrlosen...
Es grüßen Moni (ZG) und die kunterbunten Plüschraketen

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Re: Wieviel darf ein Wellensittich kosten?

Beitrag von Ringeltaube » Mi 13. Jun 2018, 23:45

Hallo, liebe Moni,

das ist ja schön. 'mal wieder etwas von Dir zu hören, ich hoffe, es geht Dir gut! :klee:

Wie interessant, 'mal solche Insider-Informationen zu bekommen, davon hat man ja als Halter nicht unbedingt eine Vorstellung.
Ich sag's ja, dieser Thread ist die reinste Fortbildungsveranstaltung!

Liebe Grüße! :wink:
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